Kriminalität

Polizei führt Großrazzia in Charlottenburg durch

Ein Großaufgebot der Polizei und weiterer Behörden hat am Freitagabend Bars und Restaurants in Charlottenburg-Wilmersdorf durchsucht.

Razzia in Charlottenburg: Die Polizisten wurden auch in diesem Restaurant mit Shisha-Bar aktiv.

Razzia in Charlottenburg: Die Polizisten wurden auch in diesem Restaurant mit Shisha-Bar aktiv.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Ein Großaufgebot der Berliner Polizei und weiterer Behörden hat am Freitagabend Bars und Restaurants in Charlottenburg-Wilmersdorf durchsucht. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, wurde gemeinsam mit Mitarbeitern des Bezirksamt eine Shisha- und eine Karaoke-Bar an der Leibnizstraße sowie ein Restraurant an der Knesebeckstraße überprüft. Dabei wurden gewerberechtliche Verstöße, unter anderem wegen verschlossener Notausgänge, festgestellt.

Zudem gab es Strafanzeigen wegen Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei. Insgesamt beschlagnahmten die Einsatzkräfte etwa 70 Kilogramm Wasserpfeifentabak, der unversteuert beziehungsweise umverpackt und befeuchtet worden war, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. Zunächst war nur von 38 Kilogramm beschlagnahmtem Tabak die Rede gewesen. 39 Personen wurden überprüft und zwei Fahrzeuge umgesetzt. An den Kontrollen waren rund 40 Polizisten beteiligt.

Razzia in Berlin: Ermittler beschlagnahmen hochwertigen Audi

Die "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Zigaretten" kontrollierte gegen 21 Uhr gemeinsam mit dem Finanzamt eine Shisha-Bar an der Bundesallee in Wilmersdorf. Die Mitarbeiter des Finanzamtes stellten den Verdacht einer unsachgemäßen Kassenführung fest, im Zuge von Zwangsmaßnahmen wurde ein hochwertiger Audi beschlagnahmt.

Zusätzlich fertigten die Einsatzkräfte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen das Nichtraucherschutzgesetz sowie eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung.

Im Innenhof wurde ein erhöhter, gesundheitsgefährdender Kohlenmonoxid-Wert festgestellt, da Rauch von der Bar aus, offenbar aufgrund einer unsachgemäßen Abgasanlage, in den Innenhof der Wohnanlage drang.

Daraufhin untersagten die Einsatzkräfte den weiteren Betrieb der Bar und versiegelten diese. Gegen Mitternacht beendeten die Dienstkräfte den Einsatz, an dem rund 60 Polizistinnen und Polizisten beteiligt waren.

Razzia in Charlottenburg-Wilmersdorf: Druck auf kriminelle Clans steigt

In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Razzien gekommen, vor allem in Neukölln. Auch andere Bezirke rücken in den Fokus der Ermittler. Denn seitdem berlinweit der Druck auf kriminelle Clans steigt, stellen die Beamten Wanderungsbewegungen fest.

Aus Behördenkreisen erfährt man, dass die Zeit drängt: Neben Neukölln haben Ermittler in Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau und Reinickendorf vermehrt Aktivitäten krimineller Familienclans wahrgenommen.

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