Berlin-Treptow

Schüsse abgegeben? Polizei sucht weiter nach verletztem Mann

In Treptow haben Zeugen einen Verletzten entdeckt, der blutend davon lief. Am Donnerstag setzt die Polizei die Suche nach ihm fort.

Mantrailer-Hunde der Berliner Polizei auf der Suche nach dem blutenden Mann.

Mantrailer-Hunde der Berliner Polizei auf der Suche nach dem blutenden Mann.

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Eine mögliche Straftat in der Nacht zu Mittwoch in Alt-Treptow hat einen großen Polizeieinsatz nach sich gezogen. Etwa zwölf Stunden nach einem mutmaßlichen Verbrechen waren ab den Mittagsstunden am Mittwoch Kriminalpolizei, Beamte einer Einsatzhundertschaft, Polizisten verschiedener Abschnitte und zwei Mantrailer, also Hunde, die speziell zum Aufspüren von Menschen ausgebildet sind, im Einsatz.

Sie suchten rund um die Lohmühlenstraße in Alt-Treptow und in Kreuzberg nach einem verletzten Mann, möglicherweise das Opfer eines Verbrechens. Auch ein Rettungswagen wurde vorsorglich bereit gestellt.

Treptow: Zeugen hörten schussähnliche Geräusche

Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte, gab es in der Nacht zuvor gegen 0.30 Uhr in Alt-Treptow einen Polizeieinsatz wegen eines verletzten Radfahrers. Eine 41-jährige Sicherheitsmitarbeiterin und ihr 36 Jahre alter Kollege hatten die Beamten zur Lohmühlenstraße gerufen, da sie Schüsse beziehungsweise schussähnliche Geräusche gehört hatten.

Die Sicherheitsmitarbeiter entdeckten dann wenig später auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Grünanlage einen Mann, der dort mit seinem Fahrrad lag und eine blutende Kopfverletzung hatte. Als die Frau und ihr Kollege den Verletzten ansprachen, stand er auf und lief mit dem Fahrrad in Richtung Görlitzer Park. Kurz darauf trafen Polizei und Feuerwehr ein. Obwohl sie die Umgebung sofort abgesucht haben, war der verletzte Mann nicht aufzufinden. Die Einsatzkräfte fanden in der Nähe lediglich das blutverschmierte Fahrrad und eine Blutspur. Gegen 2.45 Uhr beendete die Polizei den Einsatz ohne Ergebnis.

Es sei noch unklar, was genau geschehen ist, sagte eine Polizeisprecherin. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass der unbekannte Mann Opfer einer Straftat geworden ist. Daher habe man die Suche am Mittwoch mit den Spürhunden fortgesetzt. Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch in nahe gelegenen Krankenhäusern angefragt und nach dem unbekannten Mann gesucht. Die mehrstündige Suchaktion blieb nach Angaben einer Polizeisprecherin bis zum Mittwochabend ohne Ergebnis.

Die Polizei wolle am Donnerstag erneut nach dem Mann suchen, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei der Direktion 6 übernommen.

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