Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Betrunkener E-Tretrollerfahrer verletzt sich

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Montag, 19. August.

Foto: 54° / Felix Koenig / imago/Agentur 54 Grad

+++ Betrunkener E-Tretrollerfahrer verletzt sich schwer am Kopf +++

Bei einem Sturz mit einem E-Tretroller hat sich ein alkoholisierter 38-Jähriger in Mitte schwer am Kopf verletzt. Den Ermittlungen zufolge fuhr der Mann Sonntagnacht mit dem E-Scooter auf dem Gehweg der Brunnenstraße, als er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und stürzte. Alarmierte Rettungskräfte brachten den in Berlin wohnhaften Mann in eine Klinik. Die weitere Bearbeitung übernimmt der Verkehrsermittlungsdienst.

Elektro-Tretroller sind seit dem 15. Juni dieses Jahres im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Eine erste Unfallbilanz der Polizei zeigte nach einem Monat 21 registrierte Unfälle in Berlin auf, mit vier Schwer- und 15 Leichtverletzten. Laut Polizeiangaben seien 18 dieser Unfälle von E-Tretroller-Fahrern verursacht worden, 11 Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Die Debatte um Sicherheit sowie eine mögliche Helmpflicht dauert an. So weist die Polizei darauf hin, trotzdem einen Schutzhelm zu tragen, kein Smartphone während der Fahrt zu benutzen und keine weitere Person auf dem Roller zu transportieren. Zudem kann bei einem Unfall ab 0,3 Promille der Führerschein entzogen werden.

+++ Denkmal mit Farbe beschmiert +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag ein Denkmal in Mitte beschmiert. Gegen 7 Uhr bemerkte der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die Farbschmiererei auf dem Sichtfenster des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen an der Ebertstraße Ecke Hannah-Arendt-Straße und rief die Polizei. Die weiteren Ermittlungen zu der gemeinschädlichen Sachbeschädigung hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

+++ Mutmaßlicher Dealer fliegt wegen schlechter Nerven auf +++

Ein bei einer Verkehrskontrolle sehr nervöser junger Mann hat die Berliner Polizei zu einem Zufallsfund von Waffen, Drogen und Geld geführt. Zunächst entdeckten die durch die Nervosität misstrauisch gewordenen Beamten einen Schlagstock, Reizgas, ein Messer und Ampullen mit mutmaßlichen Drogen in dem Auto des 22-Jährigen, nachdem sie ihn am frühen Montagmorgen auf der Kreuzberger Oranienstraße angehalten hatten. Anschließend durchsuchten sie den Mann und dessen Wohnung und fanden dort eine größere Summe Geld und weitere Waffen. Nach Aufnahme seiner Personalien wurde der Mann wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln hat die Kriminalpolizei übernommen.

+++ Polizei stoppt ausgelassen feiernden Hochzeitskorso +++

Eine lautstark feiernde Hochzeitsgesellschaft hat mit einem Autokorso für einen Polizeieinsatz in Eberswalde (Barnim) gesorgt. Acht Autos überfuhren am Samstagabend hupend und mit eingeschalteten Warnblinkern mehrere rote Ampeln, wie die Beamten am Montag mitteilte. Mehrere Menschen saßen bei heruntergelassenen Scheiben auf den Fahrzeugtüren. Zeugen hatten die Polizei gerufen, weil sie nach eigenen Aussagen von der Kolonne genötigt wurden. Die Beamten stoppten den Autokorso in Höhe des Karl-Marx-Platzes. Sieben Männer im Alter von 21 bis 48 Jahren müssen sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

+++ Zwei Fahrzeuge in Flammen +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag einen Transporter und einen Pkw in Schöneberg angezündet. Gegen 23.45 sahen zwei Passanten der Bülowstraße zwei Fahrzeuge in Flammen stehen und alarmierten die Feuerwehr und die Polizei. Als die Brandbekämpfer eintrafen, fanden sie einen Mercedes Vito und einen Renault Talisman in Flammen stehend vor. Der Mercedes brannte im Bereich der Front, während das Feuer bei dem Renault am Heck wütete. Beide Fahrzeuge wurden durch die Brände stark beschädigt. Die Ermittlungen dazu führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes. Eine politische Tatmotivation ist nach bisherigem Ermittlungsstand nicht erkennbar.

+++ Homophober Angriff in Mitte +++

Ein Mann hat in der Nacht zu Montag einen Mann in Mitte geschlagen. Der 35-Jährige spazierte gegen 22.25 Uhr mit seinem Ehemann und Freunden die Torstraße entlang. Der Gruppe kam ein Mann entgegen, der dem 39-jährigen Spaziergänger plötzlich mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben soll. Einer seiner Freunde, ein 29-Jähriger, stellte den mutmaßlichen Schläger zur Rede. Dieser soll nun auch dem Zeugen sofort ins Gesicht geschlagen und anschließend die Torstraße entlang geflüchtet sein. Der 29-Jährige alarmierte die Polizei und verfolgte den Angreifer. Einsatzkräfte konnten den 28 Jahre alten Mann noch in der Nähe anhalten, festnehmen und in eine Gefangenensammelstelle bringen. Dort wurde er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung einem Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt überstellt. Die beiden Geschlagenen wurden leicht verletzt und möchten sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

+++ Gartenlaube brennt - Polizei vermutet Brandstiftung +++

In Reinickendorf hat eine Gartenlaube in einer Kleingartenanlage gebrannt – die Ermittler vermuten Brandstiftung. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, bemerkte am Sonntagabend eine Passantin am S-Bahnhof Schönholz Rauch aus der Gartenanlage in der Provinzstraße. Rettungskräfte der Feuerwehr löschten die brennende Laube und verhinderten ein vollständiges Ausbrennen. Verletzt wurde niemand. Ein Brandkommissariat ermittelt.

+++ Ein Toter und mehr als 110 Verletzte am Wochenende in Brandenburg +++

Auf Brandenburgs Straßen sind am Wochenende ein Kutscher gestorben und 116 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Dem 71 Jahre alten Fahrer einer Pferdekutsche seien am Sonntagnachmittag auf der Straße bei Drebkau (Landkreis Spree-Neiße) aus zunächst ungeklärter Ursache die Pferde durchgegangen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Dabei war der Mann von der Kutsche gefallen und tödlich verunglückt. Insgesamt zählte die Leitstelle der Polizei Brandenburg in Potsdam von Freitag bis Sonntag 477 Verkehrsunfälle. Bei 88 Fällen wurden Menschen verletzt.