Karl-Liebknecht-Haus

Nach Droh-Mail: Parteizentrale der Linken geräumt

In der Bundesgeschäftsstelle ging ein Drohschreiben ein. Die Polizei rückte an. Am frühen Nachmittag wurde Entwarnung gegeben.

Ein Streifenwagen steht vor dem Karl-Liebknecht-Haus, der Parteizentrale der Linken, an der Kleinen Alexanderstraße. Das Gebäude ist wegen einer Bombendrohung geräumt worden.

Ein Streifenwagen steht vor dem Karl-Liebknecht-Haus, der Parteizentrale der Linken, an der Kleinen Alexanderstraße. Das Gebäude ist wegen einer Bombendrohung geräumt worden.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Die Bundesgeschäftsstelle der Linken in Mitte ist am Montagvormittag für rund 90 Minuten geräumt worden. Das Karl-Liebknecht-Haus an der Kleinen Alexanderstraße wurde abgesperrt. Sämtliche Mitarbeiter der Parteizentrale verließen gegen 11.30 Uhr das Haus. Es handelte sich um 40 bis 50 Personen, die normalerweise in dem Gebäude arbeiten. Kurz nach 13 Uhr konnten die Mitarbeiter in das Gebäude zurückkehren.

Die Polizei bestätigte der Berliner Morgenpost den Eingang eines Drohschreibens. Zum genauen Inhalt äußerte sich die Polizei nicht. Laut Linke-Politiker Malte Fiedler soll es sich um eine Bombendrohung von Rechtsextremisten handeln. „Der rechte Terror geht weiter. Nach Bombendrohung von extrem Rechten wurde @dieLinke Bundesgeschäftsstelle gerade evakuiert. #Luebcke #NazisRaus“, schrieb Fiedler bei Twitter.

Polizisten sperrten Bereich rund um das Karl-Liebknecht-Haus ab

Die Polizei rückte an. Nach Bewertung der Ernsthaftigkeit des Drohbriefes konnten die Mitarbeiter in das Gebäude zurückkehren, so eine Polizeisprecherin. Polizisten hatten zuvor den Bereich rund um das Karl-Liebknecht-Haus mit Flatterband abgesperrt.

Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat, wie ein Polizeisprecher sagte.

Eine Sprecherin der Bundespartei sagte am Vormittag, es sei eine Droh-Mail eingegangen. Die Partei vermute den Absender wegen des Wortlauts im rechtsextremistischen Milieu. Mehr könne sie zum Inhalt nicht sagen.

Pressekonferenz der Linken wegen Bombendrohung abgesagt

Eine ursprünglich für 13 Uhr geplante Pressekonferenz mit der stellvertretenden Parteichefin Martina Renner wurde abgesagt. Das Karl-Liebknecht-Haus verfügt über fünf Etagen und wird komplett von der Partei Die Linke genutzt. Dazu gehört auch ein Buchgeschäft im Erdgeschoss.