Linksextremismus

Erneut Steinwürfe auf die Polizei

In der Nacht ist es erneut zu Steinwürfen auf die Polizei an der Liebigstraße 34 gekommen. Die Beamten durchsuchten eine Wohnung.

An der Rigaer Straße, Ecke Liebigstraße kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit der Polizei - wie auf diesem Bild, als Ende Mai dieses Jahres Autonome Mülltonnen anzündeten.

An der Rigaer Straße, Ecke Liebigstraße kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit der Polizei - wie auf diesem Bild, als Ende Mai dieses Jahres Autonome Mülltonnen anzündeten.

Foto: Morris Pudwell

Berlin..  An der Liebigstraße ist es in der vergangenen Nacht erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Beim Kurznachrichtendienst Twitter kursiert etwa ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Polizeifahrzeug mit Farbe attackiert wird. Unklar ist, ob das Video aktuell ist. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage einen Einsatz in der vergangenen Nacht und nannte erneute Steinwürfe auf Beamte als Grund für das erhöhte Polizeiaufgebot.

Richter genehmigte Durchsuchung

Demnach sei ein Gruppenwagen der Polizei gegen 0.20 Uhr von Steinen getroffen worden. Verletzt wurde niemand. Allerdings habe man die Wohnung lokalisieren können, aus der die Steine geworfen worden sein sollen. Die Polizei beantragte noch in der Nacht eine Durchsuchung, der ein Richter auch zustimmte. In der Wohnung wurden laut Polizei Beweismittel sichergestellt. Nach Behördenangaben fanden die Beamten neben Vermummungsutensilien auch Wurfgeschosse, Steine, Farbbomben und Flaschen

120 Beamte im Einsatz

Alle Gegenstände seien sichergestellt worden. „Während des Einsatzverlaufs wurden die Beamten aus einem gegenüber liegenden Haus mit Pyrotechnik und Farbbomben beschossen, wobei ebenfalls niemand verletzt wurde“, teilte die Polizei schriftlich mit. Insgesamt seien rund 120 Beamte und auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.