Polizei

Razzia in Neukölln: Ordnungsamt beschlagnahmt Bier

Bei einer Razzia in Neukölln wurden zehn Läden kontrolliert. Einer hatte keine Ausschankerlaubnis. Der Alkohol wurde beschlagnahmt.

Foto: privat

Ordnungsamt, Polizei und Finanzamt haben nach Informationen der Berliner Morgenpost am Donnerstagabend eine Razzia in zehn Läden in Neukölln vorgenommen. Dabei kontrollierten sie auch ein Geschäft, das offenbar keine Schankerlaubnis hatte. Daher wurden die dort aufgefundenen 200 Liter Alkohol beschlagnahmt. Unter anderem wurden mehrere Bierkästen abtransportiert. Das Café wurde geschlossen.

Kokainhandel beobachtet

Außerdem wurden bei der Razzia unversteuerter Tabak und Drogen beschlagnahmt und mehrere Geldspielautomaten versiegelt. In einem Lokal, das als Treffpunkt für Mitglieder aus dem Clanmilieu bekannt ist, wurde ein Butterflymesser sichergestellt, das ein Angestellter bei sich trug. In einem weiteren Lokal beobachteten die Einsatzkräfte einen Kokainhandel. Beim Zugriff wehrte sich der Händler und beleidigte die Polizisten. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sicherte Beweismittel. Die Beamten beantragten eine Wohnungsdurchsuchung. Ein Richter lehnte das allerdings ab.

Die Razzia fand an der Herrmannstraße und in den umliegenden Straßenzügen statt. Insgesamt wurden mehr als 100 Personen und 36 Fahrzeuge überprüft und zahlreiche kleinere Verstöße festgestellt und Glücksspielgeräte versiegelt. Allerdings seien alle Lokale nur schwach frequentiert gewesen, hieß es aus Polizeikreisen.

Polizei lässt nicht locker

Seit mehreren Monaten geht die Berliner Polizei fast jede Woche allein oder in Zusammenarbeit mit dem Zoll und den Ordnungsämtern mit immer neuen Razzien vor allem gegen kriminelle Familienclans vor. Ende Juni wurden in einem Café in Neukölln kiloweise Drogen gefunden. Bei dem Fund soll es sich um die größte Menge sichergestellter Betäubungsmittel seit Beginn des erhöhten Kontrolldrucks handeln.

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