Blindgänger

Zwei Weltkriegsbomben in Oranienburg entschärft

Rund 5100 Menschen waren am Donnerstag von dem Sperrkreis betroffen. Es sind die 206. und 207. Entschärfung in Oranienburg seit 1990.

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung".

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung".

Foto: dpa

Oranienburg. Nach der ersten Weltkriegsbombe ist in Oranienburg am Donnerstagnachmittag auch der zweite 500 Kilogramm schwere Sprengkörper entschärft worden. Das teilte die Stadt Oranienburg mit. Der Sperrkreis sollte um 16.45 Uhr aufgehoben werden, hieß es. Damit wurden die 206. und 207. Bombe in Oranienburg seit der Wende entschärft.

Der Sperrbereich war am Morgen mit einem Radius von rund 1000 Metern eingerichtet worden. Der Bereich wurde nach Angaben der Stadt gesichert und geräumt. Die meisten der 5100 Anwohner im Sperrkreis verließen ihre Wohnungen planmäßig.

Insgesamt vier Anlaufstellen wurden in der Stadt eingerichtet, in denen sich die Bürger aufhalten konnten. Eine davon war für pflegebedürftige Menschen.

Die 500 Kilogramm schweren Bomben amerikanischer Bauart waren im April auf einem Grundstück bei der systematischen Kampfmittelsuche entdeckt worden. Die Bomben lagen in rund sechs Metern Tiefe.

Zum 206. und 207. Mal seit 1990 standen Beseitigungen von Weltkriegsbomben in der Kreisstadt im Landkreis Oberhavel an. Die Region war im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert worden.