Polizei Berlin

Spürhündin Luzi rettet demenzkranken Mann

Der Mann wollte im Karpfenteich schwimmen gehen. Abends kehrte er nicht zurück. Die Hündin rettete ihn aus einer misslichen Lage.

Die Spürhündin Luzi ist ein Schwarzwälder Schweißhund.

Die Spürhündin Luzi ist ein Schwarzwälder Schweißhund.

Foto: Facebook Polizei Berlin

Auf die Nase von Spürhund Luzi ist Verlass. Der Schwarzwälder Schweißhund hat einen 56 Jahre alten demenzkranken Mann aufgespürt. Wie die Berliner Polizei auf Facebook mitteilte, verließ der Mann am Mittwoch das Pflegeheim in Treptow, um im Karpfenteich baden zu gehen. Am Abend kehrte er aber nicht zurück. Die Betreuer machten sich Sorgen um den 56-Jährigen und gaben eine Vermisstenmeldung auf.

Spürhundin Luzi verfolgt den Weg des Demenzkranken

Die Polizisten suchten die Gegend um den Karpfenteich nach dem Mann ab. Doch sie fanden ihn nicht. In einem Krankenhaus wurde der Mann auch nicht eingeliefert. Die wohl letzte Option war die Spurensuchhündin Luzi.

Die Hündin bekam im Pflegeheim eine Geruchsprobe des Vermissten. „Sie führte unsere Kollegen präzise den Weg entlang, den der Mann seit seinem Verschwinden am Vortag genommen haben dürfte“, teilte die Polizei mit. Nur eine kleine Schleife drehte die Hündin, weil sich die Geruchsspur wohl dort verbreiterte.

Mann konnte nicht mehr aufstehen

Den demenzkranken Mann fand Hündin Luzi dann am Ufer des Karpfenteiches. Er war nur mit einer Badehose bekleidet und hatte die Füße im Wasser. Wie die Polizei mitteilte, konnte er nicht mehr selbstständig aufstehen und soll dort seit sehr vielen Stunden in dieser Position gesessen haben. Ein Rettungswagen wurde alarmiert, der den Mann zurück in das Pflegeheim brachte.

Spürhundin Luzi ist speziell darauf trainiert, Menschen anhand ihrer Geruchsspur wiederzufinden. Sie erschnüffelt dabei mikroskopisch kleine Hautschüppchen, die Menschen jede Sekunde in Massen verlieren.