Notfälle

Feuerwehr testet großen Löscheinsatz am Berliner Dom

Die Berliner Feuerwehr hat einen umfangreichen Lösch- und Rettungseinsatz am Dom in Mitte geprobt.

Ein großer Löschstrahl über der Domkuppel.

Ein großer Löschstrahl über der Domkuppel.

Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin. Die Berliner Feuerwehr hat einen umfangreichen Lösch- und Rettungseinsatz am Dom in Mitte geprobt. Dabei ging es am Mittwochvormittag besonders um verschiedene Leitersysteme, mit denen das Dach und die 98 Meter hohe Kuppel des Doms erreicht werden sollten. Ein Grund für den Test ist der Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame am 15. April. Für die Feuerwehr sind Dachstuhlbrände in solchen hohen Kirchen schwierig zu löschen.

Die Berliner Feuerwehr testete nun, mit welchen Fahrzeugen und Leitersystemen so ein Brand am besten bekämpft werden kann. Am Donnerstag teilte die Feuerwehr mit, "dass eine Standardleiter mit 32 m zur vollumfänglichen Brandbekämpfung an sakralen Gebäuden dieser Größe nicht ausreicht. Mit der Leiterlänge von 42 m könnte eine geschätzte Abdeckung des Objektes von 85% erreicht werden."

Außerdem werde geprüft, "ob die Neubeschaffung eines Teleskopmasts mit 50m Hubrettungshöhe oder die Ersatzbeschaffung von Drehleitern mit einer Leiterlänge von 42m sinnvoll ist."

Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr im Einsatz

Als erstes kam am Mittwoch ein Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr Tegel zum Einsatz. Dessen Drehleiter erreicht eine Höhe von 42 Metern. Folgen sollten noch drei Fahrzeuge mit verschiedenen Leitern: die übliche 30 Meter hohe Drehleiter, eine ebenfalls 30 Meter hohe Leiter mit einer Gelenkfunktion und ein 50 Meter hoher Teleskopmast. Jeweils eine Minute lang sollte Wasser aus Schläuchen auf das Dach des Doms gespritzt werden.