Tempelhof

Betrunkener schießt mit Gaswaffe auf Rettungskräfte

Ein Betrunkener wollte in einen Rettungswagen einsteigen. Als die Einsatzkräfte ihn wegschickten, schoss er auf die drei Männer.

Ein Rettungswagen der Feuerwehr (Symbolbild).

Ein Rettungswagen der Feuerwehr (Symbolbild).

Foto: Marcel Kusch / dpa

Berlin. Unfassbarer Angriff auf Rettungskräfte: Ein Betrunkener hat in der Nacht zu Donnerstag mit einer Gaswaffe das Feuer auf Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eröffnet, die dabei verletzt wurden.

Wie die Polizei mitteilte, hatten die drei Einsatzkräfte mit ihrem Rettungswagen an der Ecke Alt-Tempelhof und Tempelhofer Damm gehalten. Zu dem Zeitpunkt habe es keinen Einsatz gegeben.

Plötzlich seien zwei Männer zu dem Wagen gekommen. Die beiden öffneten die hintere Tür und versuchten einzusteigen. Ein 31 Jahre alter Sanitäter verhinderte das, worauf einer der beiden Männer, der sichtlich betrunken war, sich drohend vor dem Mann aufbaute.

Knalltrauma sowie Reizungen im Gesicht und an Armen

Der 31-Jährige sagt, er werde die Polizei rufen, worauf die beiden Männer erst einmal weggingen. Der Mann setzte sich auf den Beifahrersitz, um die Polizei zu verständigen, als der Alkoholisierte wieder an dem Wagen auftauchte, eine Reizgaspistole zog und damit auf den Mann feuerte. Danach flüchtete er in eine nahe Grünanlage.

Polizisten konnten den 28-Jährigen noch in der Nähe festnehmen. Der Mann „pustete“ knapp zwei Promille. Er wurde zu einer Blutentnahme gebracht und nach Abschluss einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Alle drei Rettungskräfte, die sich zum Zeitpunkt des Schusses an der Beifahrerseite aufgehalten hatten, erlitten Knalltraumata sowie Reizungen im Gesicht und an den Armen. Sie wurden in einem Krankenhaus behandelt und mussten danach den Dienst beenden.

Mario Czaja, Präsident des Berliner Landesverbandes des DRK, verurteilte den Angriff auf die Sanitäter scharf. Es sei festzustellen, dass die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft weiter sinke. Dies sei nicht mehrt tolerierbar, so Czaja.