Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Polizisten an Rigaer Straße angegriffen

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Sonntag, 9. Juni.

Blaulicht

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Foto: Friso Gentsch / dpa

+++ Rigaer Straße: Polizisten mit Gegenständen beworfen +++

Am Sonnabendnachmittag und in der vergangenen Nacht wurden Polizeieinsatzkräfte in Friedrichshain mit Gegenständen beworfen. Die Beamtinnen und Beamten waren seit den Morgenstunden wegen einer Veranstaltung im Bereich der Liebig- und Rigaer Straße eingesetzt. Gegen 15.15 Uhr waren es laut Polizei zunächst vier vermummte Personen, die von einem Dach eines Hauses an der Rigaer Straße mit Farbe gefüllte Gegenstände und eine Glasflasche auf die Einsatzkräfte warfen. Diese wurden nicht getroffen, allerdings spritzte die Farbe auf zwei Einsatzfahrzeuge und auf weitere geparkte Fahrzeuge sowie auf die Dienstbekleidung der Einsatzkräfte.

In der Nacht erteilten die Einsatzkräfte dann einer 15-Jährigen kurz nach 23 Uhr einen Platzverweis, da sie trotz mehrfacher Aufforderung die Fahrbahn der Rigaer Straße nicht verlassen wollte. Anschließend flogen weitere mit Farbe gefüllte Gegenstände aus einem Haus an der Liebigstraße auf die Polizistinnen und Polizisten sowie auf Einsatzfahrzeuge, die teilweise auch trafen, jedoch niemand verletzt wurde. Eine genaue Lokalisierung des Wurfortes konnte nicht ausgemacht werden.

Gegen 1.55 Uhr erfolgten an der Kreuzung Rigaer Straße Ecke Zellestraße vereinzelte Stein- und Farbbeutelwürfe auf einen Einsatzwagen einer Einsatzhundertschaft. Bei Sichtung der Beschädigungen an dem Fahrzeug erfolgten weitere Steinwürfe aus unbekannter Richtung, die einen Polizisten am Fuß trafen und leicht verletzten. Er setzte dennoch seinen Dienst fort. Die weiteren Ermittlungen übernimmt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

+++ Mann sticht auf Obdachlosen ein +++

Zwei obdachlose Männer sind in Mitte überfallen worden. Einer der beiden wurde dabei schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei griff der Täter die Männer (21 und 23) an ihrem Schlafplatz im Hansaviertel an. Er soll von dem Jüngeren der beiden Geldbeutel und Handy verlangt haben. Als dieser das nicht herausgeben wollte, schnitt der Täter dem Mann am Sonnabendabend ins Gesicht und den Bauch. Er flüchtete unerkannt. Das Opfer wurde notoperiert, es bestand aber keine Lebensgefahr.

+++ Mann in Schöneberger Schwulenbar mit Reizgas angegriffen +++

Ein 58 Jahre alter Mann ist in einer Schwulenbar in Schöneberg mit Reizgas angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, habe sich der Mann am frühen Sonntagmorgen in der Kleiststraße mit einem anderen Mann unterhalten, als ihm ein Unbekannter plötzlich eine Flüssigkeit ins Gesicht sprühte. Der Angreifer war Teil einer dreiköpfigen Gruppe, die flüchtete. Das Opfer wurde ambulant behandelt. Ein Zeuge berichtete der herbeigerufenen Polizei von einem ähnlichen Angriff am Wittenbergplatz. Beamte fanden dort aber keine Hinweise mehr.

+++ Freude über Fußball: Mann schießt vom Balkon +++

Am Sonnabendabend musste das Spezialeinsatzkommando nach Reinickendorf fahren, da von einem Balkon Schüsse abgegeben wurden. Laut Zeugenangaben schoss ein Mann zwischen 21 Uhr und 21.30 Uhr von einem Balkon eines Wohnhauses in der Gesellschaftstraße mit einer Waffe in die Luft. Daraufhin liefen polizeiliche Maßnahmen an und das Spezialeinsatzkommando verschaffte sich etwas später Zugang zur Wohnung in der zweiten Etage. Dort trafen sie einen 15-Jährigen in seinem Zimmer an. Auf einem Tisch befand sich eine Signalpistole und in einem Schrank entsprechende Munition. Die Eltern des Jugendlichen befanden sich ebenfalls in der Wohnung. Der 49 Jahre alte Vater gab laut Polizei an, in die Luft geschossen zu haben. „Anlass der Schussabgaben sei die Freude über die Leistung einer Fußballmannschaft gewesen“, teilte die Polizei dazu weiter mit. Waffe und Munition wurden beschlagnahmt und Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

+++ Massenandrang am Club „Bricks“ von Hundertschaft aufgelöst +++

Vor dem Club „Bricks“ im Hotel Hilton in Mitte sorgte ein Massenandrang von Besuchern für einen Polizeieinsatz. Wie die „BZ“ berichtete, hatten die Türsteher entschieden, keine weiteren Gäste mehr in die Diskothek zu lassen. Vor der Disko hätten sich aber weiterhin Hunderte Clubgänger gesammelt, die den Ort nicht verlassen wollten. Erst der Einsatz einer Hundertschaft habe dann dafür gesorgt, dass die Menschenmenge sich auflöste. Laut „BZ“ wurde eine junge Frau mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Grund dafür sei unklar.

+++ Motorradfahrer verletzt sich beim Überholen schwer +++

Beim Überholen eines Autos hat sich ein Motorradfahrer in Löwenberg (Landkreis Oberhavel) schwer verletzt. Der 55-Jährige verklemmte seine Hand zwischen dem Lenker seines Motorrads und dem Außenspiegel des Autos, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er hatte zu spät gemerkt, dass der Autofahrer bremste, und war deshalb sehr dicht an dem Wagen vorbeigefahren. Ein Rettungswagen brachte den Mann nach dem Unfall am Samstag mit der schweren Handverletzung ins Krankenhaus.

+++ Jugendliche legen offenbar Feuer in Tiefgarage +++

Zu einem Feuer in Tegel wurden am Sonnabendnachmittag Polizei und Feuerwehr gerufen. Gegen 14.40 Uhr hatte eine Anwohnerin zwei Jugendliche beobachtet, die auf das Dach der Tiefgarage an der Bernauer Straße kletterten. Kurz danach hörte sie einen Knall, sah Rauch und im Anschluss die flüchtenden Jugendlichen. Zuerst eintreffende Polizeibeamte stießen auf starke Rauchschwaden, lokalisierten den genauen Brandherd und informierten Mieter des angrenzenden Wohnhauses, damit sich diese in Sicherheit bringen konnten. Die eintreffenden Rettungskräfte der Feuerwehr löschten den Brand. Nach ersten Erkenntnissen gerieten in einer Parkbox abgestellte Gegenstände in Brand. Durch die Hitzeweinwirkung wurden drei Fahrzeuge sowie die Haussubstanz stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Polizeibeamter musste wegen des Verdachts einer Rauchgasintoxikation zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

+++ Drei Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten +++

Am Sonnabend kam es in Friedrichshain, Staaken und Rosenthal zu Verkehrsunfällen, bei denen vier Menschen schwer verletzt wurden. Bei einem Unfall mit einer Straßenbahn zog sich eine Fahrradfahrerin am Sonnabendnachmittag schwere Kopfverletzungen zu. Nach Angaben von Zeugen fuhr die 39 Jahre alte Radfahrerin gegen 15.20 Uhr auf der Warschauer Straße in Richtung Warschauer Brücke und bog im Kreuzungsbereich der Warschauer Straße/Grünberger Straße bei Rot nach links ab. Dabei wurde die Frau von der in die gleiche Richtung fahrenden Straßenbahn erfasst. Alarmierte Rettungskräfte brachten die schwer Verletzte zur Behandlung in eine Klinik. Der 49-jährige Straßenbahnfahrer erlitt einen Schock. Während der Rettungsmaßnahmen und der sich anschließenden Unfallaufnahme kam es bis 16.50 Uhr zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Auf dem Brunsbütteler Damm in Staaken wurde am Sonnabendabend eine Fußgängerin verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr gegen 19.30 Uhr ein Autofahrer den Brunsbütteler Damm in Richtung Magistratsweg, als plötzlich die 50-jährige Frau die Fahrbahn betrat. Trotz sofortiger Bremsung erfasste der VW-Fahrer die Fußgängerin und streifte einen geparkten Mazda. Rettungskräfte brachten die 50-Jährige mit Verletzungen an Arm und Bein zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 20-jährige Autofahrer blieb unverletzt.

In Rosenthal wurden am selben Abend ein Motorradfahrer und seine Sozia verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen war gegen 19.35 Uhr eine 51-jährige Autofahrerin mit ihrem Renault auf der Kastanienallee in Richtung Dietzgenstraße unterwegs. An der Kreuzung zur Dietzgenstraße soll sie dem 61 Jahre alten Motorradfahrer, der die Dietzgenstraße in Richtung Mittelstraße befuhr, die Vorfahrt genommen haben. Es kam zum Zusammenstoß. Der Fahrer und seine 53-jährige Sozia stürzten. Hinzugerufene Rettungskräfte brachten den Moto Guzzi-Fahrer mit schweren multiplen Verletzungen und seine Beifahrerin mit Prellungen zu stationären Behandlungen in Kliniken. Die Autofahrerin blieb unverletzt. Die Kastanienallee blieb bis kurz nach 21 Uhr in beiden Richtungen für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

+++ Frau stößt angeblich Kind vom Rad - Festnahme +++

Eine Frau soll am Sonnabend gegen 19 Uhr in Tiergarten ein Kinderfahrrad geraubt haben. Nach Angaben eines sechsjährigen Jungen, war dieser mit seinem Fahrrad in der Grünanlage Am Karlsbad unterwegs, als plötzlich eine Frau den Jungen während der Fahrt vom Fahrrad gestoßen haben soll und mit dem Fahrrad verschwand. Das Kind lief leicht verletzt nach Hause. Die Eltern suchten mit dem Jungen die nähere Umgebung ab und entdeckten die Frau und das Kinderfahrrad. Herbeigerufene Polizisten nahmen die 39-jährige Tatverdächtige fest. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

+++ Polizei stellt Motorraddiebe in VW-Bus +++

In Prenzlauer Berg wurde in der Nacht zu Sonntag ein Mann auf verdächtige Geräusche aufmerksam. Als der 32-Jährige sah, dass sich zwei Männer an seinem Motorroller an der Grellstraße zu schaffen machten, begab er sich auf die Straße und sprach die Männer an. Daraufhin flüchteten die zunächst Unbekannten mit einem VW Bus. Herbeigerufene Polizeibeamte stellten kurz darauf das Fahrzeug in der Nähe fest und kontrollierten es. In dem VW Bus befanden sich ein 24-Jähriger, der von dem Motorradbesitzer wiedererkannt wurde, und eine 34-jährige Frau. Der junge Mann wurde festgenommen. Eine richterlich angeordnete Durchsuchung des Fahrzeugs führte zum Auffinden von möglichem Tatwerkzeug und einer kleinen Menge von Betäubungsmitteln. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 24-Jährige aus dem Gewahrsam entlassen.

+++ Einbrecher schlägt sich Hände an Scheibe blutig - Festnahme +++

Anwohner riefen in der Nacht zu Sonntag die Polizei zur Bornholmer Straße nach Pankow. Kurz vor 2 Uhr hörten Anwohner Geräusche von der Straße und sahen zwei Männer, die sich an einem Kiosk zu schaffen machten. Eintreffende Polizisten nahmen noch am Tatort die beiden Tatverdächtigen im Alter von 24 und 25 Jahren fest. Die mutmaßlichen Einbrecher hatten einen Rollladen gewaltsam hochgedrückt und ein Fenster eingeschlagen. Dabei hatte sich einer der beiden an einer Hand verletzt. Nach ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus befinden sich die jungen Männer nun im Polizeigewahrsam. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei der Direktion 1 dauern an.