Bargeld

Geldtransporte: So viele Millionen rollen auf den Straßen

Täglich sind auf deutschen Autobahnen LKW voller Bargeld unterwegs. An einem Tag waren es 127 Millionen Euro.

Ein Geldtransporter fährt durch Berlin. (Archivbild)

Ein Geldtransporter fährt durch Berlin. (Archivbild)

Foto: Bernd von Jutrczenka / picture alliance / dpa

Täglich sind auf deutschen Straßen LKW voller Bargeld unterwegs. Dabei werden beträchtliche Summen transportiert. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand hervor, die der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegt.

127 Millionen an einem Tag

Die höchste Bargeldsumme im Jahr 2018 wurde demnach am 27. Dezember von Deutschland nach Liechtenstein transportiert - laut Bundesfinanzministerium 127 Millionen Euro. Bemerkenswert sind auch mehrere Transporte in die Schweiz am 15. und 16. August des vergangenen Jahres im Wert von 250 Millionen Euro.

Bargeldtransfer zwischen Kreditinstituten

Laut Bundesfinanzministerium handelte es sich bei den sieben größten Bargeldtransfers im vergangenen Jahr im Gesamtwert von knapp 650 Millionen ausschließlich um Geldbewegungen zwischen Kreditinstituten.

Über andere Bargeldtransfers machte das Bundesfinanzministerium mangels Zuständigkeit keine Angaben. „Mangels Zuständigkeit für die Erfassung von Barmittelanmeldungen und für die Überwachung des grenzüberschreitenden Barmittelverkehrs mit zugehörigen Kontrollen liegen der FIU keine eigenen Erkenntnisse zu den größten physischen Bargeldtransporten der letzten zwölf Monate vor“, heißt es in der Antwort.

Spezialeinheit nicht zuständig

Die FIU ist die „Financial Intelligence Unit“ des Zolls. Die Antwort ist deshalb überraschend, weil Herbrand eigentlich wissen wollte, ob abseits größerer Bargeldtransfers zwischen Kreditinstituten, größere Summen Deutschland verlassen und wenn ja, wohin diese Summen gehen. Diese Infos, so Herbrand, seien wichtig, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzubeugen.

Allerdings, heißt es aus dem Finanzministerium, habe die FIU im Rahmen ihrer operativen Analyse grundsätzlich Zugriff auf sämtliche bei der Zollverwaltung erfassten Daten zum grenzüberschreitenden Barmittelverkehr.