Berlin-Hellersdorf

Geschubst: Mann stürzt und wird von Tram eingeklemmt

In Hellersdorf hat sich ein Mann den Arm zwischen Tram und Bahnsteig eingeklemmt. Er wurde offenbar gestoßen.

Ein Feuerwehrauto im Einsatz.

Ein Feuerwehrauto im Einsatz.

Foto: dpa

Berlin. Nach der Rettung eines unter einer Straßenbahn eingeklemmten Mannes ermittelt die Berliner Polizei wegen Körperverletzung. Gesucht wird ein Unbekannter, der den an einer Haltestelle in Berlin-Hellersdorf wartenden 49-Jährigen am Mittwoch plötzlich in den Nacken geschlagen haben soll, wie die Beamten mitteilten. Der Mann habe daraufhin das Gleichgewicht verloren. Er stürzte und geriet mit dem Arm in den Spalt zwischen der Bahnsteigkante und der langsam einfahrenden Tram.

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, konnte sich der 49-Jährige dann nicht mehr selber befreien. "Wir haben mit einem Hebekissen den Zug vom Bahnsteig weggedrückt, um den Spalt für die Rettung zu vergrößern." Ein Notarzt habe sich um den Verletzten an der Riesaer Straße Ecke Louis-Lewin-Straße gekümmert. Er wurde mit Verletzungen an Arm und Rumpf in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand den Angaben zufolge nicht.

Der Rettungseinsatz dauerte nach Angaben der Berliner Feuerwehr rund eine halbe Stunde. Die BVG meldete am Nachmittag keine Verkehrseinschränkungen nach dem Rettungseinsatz. Die Polizei musste zunächst klären, ob es sich um einen Unfall oder eine Straftat handelte. Die Ermittlungen zu dem Unbekannten, der den Mann geschubst haben soll, hat die Kriminalpolizei übernommen.