Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Mann mit Fleischermesser überwältigt

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Dienstag, 7. Mai.

Polizei-Streifenwagen

Polizei-Streifenwagen

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt


+++ Polizisten überwältigen Mann mit Fleischermesser +++

Einsatzkräfte der Polizei haben am Dienstagmittag in Reinickendorf einen alkoholisierten Mann festgenommen. Der 37-Jährige wurde wegen eines Raubüberfalls auf einen Kiosk im September des vergangenen Jahres gesucht. Passanten hatten den am Grindelwaldweg Mann wiedererkannt. Die Polizisten sahen kurz darauf den Mann auf dem Gehweg sitzen, in einer Hand hielt er ein etwa 30 Zentimeter langes Fleischermesser. In einer bedrohenden Haltung soll der Mann die Waffe mit gestrecktem Arm vor seinem Körper gehalten haben. Die Polizisten forderten den Tatverdächtigen mehrfach und laut auf das Messer fallen zu lassen. Die Dienstkräfte zogen ihre Dienstwaffen und drohten den Schusswaffengebrauch an. Einer der Beamten setzte im weiteren Verlauf das Reizgas gegen den Mann ein, woraufhin der 37-Jährige überwältigt und festgenommen werden konnte.

+++ 2,5 Kilo Marihuana im Hotelzimmer gefunden +++

In einem Hotel in der Prager Straße in Wilmersdorf ist ein 24-Jähriger festgenommen worden, nachdem eine Reinigungskraft Cannabisgeruch aus seinem Zimmer wahrgenommen hatte. Alarmierte Polizeibeamte stellten in dem Zimmer am Dienstag 2,5 Kilogramm Marihuana, Verpackungsmaterial, elektronische Waagen, mehrere Handys und Geld sicher, wie die Polizei am Abend mitteilte. Bei der Durchsuchung seines Autos und seiner Wohnung seien weitere Beweismittel sichergestellt worden.

+++ Mordkommission ermittelt - 57-Jähriger tot aufgefunden +++

Ein 57-Jähriger ist am Montagnachmittag tot in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg aufgefunden worden. Das teilten die Polizei Berlin und die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag in einer gemeinsamen Meldung mit. Demnach wurde der Tote von Bekannten gegen 16 Uhr in dessen Wohnung in der Danziger Straße gefunden. Offenbar kann ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden, da die Todesursache noch unklar ist.

+++ Tierpark-Mitarbeiter finden Sprengsatz +++

Mitarbeiter des Tierparks Berlin haben am Montagmittag gegen 12 Uhr auf einem weitläufigen Bahngelände in Friedrichsfelde einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei alarmiert. Entschärfer der Bundespolizei sprengten den Gegenstand in den Abendstunden, es kam vorübergehend zu Sperrungen rund um den Fundort. Die Ermittlungen führten zu einem 27 Jahre alten Mann, der in der Nähe wohnt. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Polizisten diverse selbst gebastelte pyrotechnische Gegenstände und Sprengpulver. In einer ersten Befragung gab der Mann die Herstellung des Sprengsatzes und den Versuch zu, diesen auch zu zünden, was allerdings misslang. Der Mann wurde erkennungsdienstlich behandelt und danach wieder entlassen. Die bei ihm gefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Eine politische Motivation des 27-Jährigen ist derzeit nicht erkennbar. Die kriminaltechnische Untersuchung der Reste des selbst gebauten Sprengkörpers dauert an. Gegen den Mann wird jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

+++ Polizeifahrzeug mit Steinen beworfen – Polizist leicht verletzt +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag in Friedrichshain ein Polizeifahrzeug mit mehreren kleinen Pflastersteinen beworfen. Der Fahrer des Wagens wurde bei dem Vorfall in der Rigaer Straße Ecke Zellestraße durch Glassplitter einer gesprungenen Fahrzeugscheibe leicht im Gesicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Er wurde vor Ort behandelt und konnte seinen Dienst fortsetzen. Wer für die Steinwürfe verantwortlich ist, war noch unklar. Auch zu der Motivation der Täter konnten zunächst keine Angaben gemacht werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.In der Rigaer Straße, die lange als Symbol der Hausbesetzerszene galt, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Angriffen auf Polizeibeamte und Steinwürfe auf Polizeiautos.

+++ Lkw mit Lebensmitteln brennt - Autobahn 13 Richtung Berlin gesperrt +++

Ein Lebensmittel-Lkw hat auf der Autobahn 13 bei Ortrand (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Feuer gefangen. Wie ein Polizeisprecher sagte, hat der Fahrer kurz vor dem Brand noch einen lauten Knall im hinteren Bereich des Lastwagens gehört. Der Brand ereignete sich am frühen Dienstagmorgen zwischen den Anschlussstellen Ortrand und Ruhland in Richtung Berlin. Nach knapp zwei Stunden waren die Flammen gelöscht. Verletzt wurde niemand. Die Arbeiten zur Bergung des Lastwagens dauerten am Morgen noch an. Die A13 Richtung Berlin sollte zwischen beiden Anschlussstellen für die Zeit der Bergung gesperrt bleiben. Was den Brand auslöste, war noch unklar.

+++ Fußgänger angefahren und schwer verletzt +++

Ein 51-Jähriger ist am Montagabend beim Überqueren eines Fußgängerüberwegs in Charlottenburg angefahren worden - dabei zog er sich Kopfverletzungen zu. Der 78-jährige Autofahrer soll den Fußgänger und den Überweg nicht wahrgenommen haben.

+++ Ehrenmal in Pankow mit Farbe beschmiert +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag ein sowjetisches Ehrenmal in Buch (Pankow) mit Farbe beschmiert. Gegen 2.30 Uhr fuhren die Beamten an dem Denkmal in der Wiltbergstraße vorbei und bemerkten, dass dieses mit Farbe übergossen worden war. Tatverdächtige konnten nicht festgestellt werden. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Unfall in Mariendorf - Radfahrerin lebensgefährlich verletzt +++

Eine Radfahrerin hat sich bei einem Verkehrsunfall im Berliner Ortsteil Mariendorf lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Die 76 Jahre alte Frau war am Montagmittag mit ihrem Rad auf dem Mariendorfer Damm unterwegs, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte. Zeugenaussagen zufolge habe ein Lkw-Fahrer die Frau so dicht überholt, dass diese ins Straucheln geriet, die Fahrzeuge sich berührten und die Frau anschließend stürzte. Die Seniorin wurde mit ihren lebensgefährlichen Verletzungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der 32-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

+++ Wieder Unfall mit Car-Sharing-Fahrzeug +++

Auf der Straße des 17. Juni / Ecke Yitzak-Rabin-Straße in Tiergarten ist in der Nacht zu Dienstag ein Smart einer Carsharing-Firma mit einem anderen Pkw zusammengestoßen. Dabei erlitten zwei Personen Verletzungen. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

+++ Problematische Polizei-Statistik zu antisemitischen Taten +++

Die Statistiken der Berliner Polizei über antisemitische Straftaten sind bei der Zuordnung zu vermuteten Tätergruppen unscharf und wenig präzise. Das geht aus einer bisher nicht veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Anfrage des FDP-Innenpolitikers Marcel Luthe hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Viele Fälle würden Rechtsextremisten zugeordnet, ohne dass es konkrete Anhaltspunkte dafür gebe.

Das Problem hängt auch mit der niedrigen Aufklärungsquote bei diesen Fällen zusammen. In Berlin wurden von den 324 erfassten antisemitischen Taten im Jahr 2018 nur 111 (34 Prozent) aufgeklärt. Schon länger gibt es Kritik von Experten, wonach die Zuordnung der allermeisten Fälle zu rechtsextremen Tätern nicht stimmig sei und weitere Tätergruppen, etwa aus islamistischen und anderen muslimischen Kreisen, zu wenig beachtet würden.

+++ Mann tritt Bundespolizist gegen Kopf +++

Ein 33-Jähriger hat in der Nacht zu Dienstag auf dem Bahnhof Westend in Charlottenburg einen Bundespolizisten angegriffen und verletzt. Der Bundespolizei zufolge hatte der Mann zunächst mehrere Reisende gegen 23 Uhr angepöbelt. Dann versuchte er, einen 17-Jährigen zu schlagen. Polizeibeamte nahmen den mit 2,7 Promille betrunkenen Mann daraufhin fest. Im Dienstfahrzeug trat der Mann einem Bundespolizisten mit dem Fuß gegen den Kopf. Dieser erlitt eine Prellung über dem Auge, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen gegen den Mann ein, der schließlich wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.