Oberschöneweide

Messerstecherei in Wohnhaus gibt Polizei Rätsel auf

Die Ermittlungen zu einer Messerstecherei in Oberschöneweide gestalten sich kompliziert. Opfer und Täter schweigen.

Eine nächtliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern mit Messern und Fäusten in Oberschöneweide erfordert jetzt ausgiebige Ermittlungen der Kriminalpolizei der örtlichen Direktion 6. Denn nach Angaben einer Polizeisprecherin stießen die Beamten auf Sprachbarrieren, aussageunwillige Beteiligte und mehrere Tatverdächtige ohne Meldeadressen in Berlin.

Vier Personen verletzt

Laut Polizei hatte ein Anwohner gegen 2 Uhr nachts Lärm und einen blutenden Mann in dem Wohnhaus an der Edisonstraße bemerkt und die Polizei alarmiert. Als die Beamten dort eingetroffen waren, entdeckten sie auch sofort einen 39-jährigen Mann im Hausflur. Er hatte Schnittverletzungen am Kopf. Offenbar der deutschen Sprache nicht mächtig, zeigte er auf eine Wohnung in der vierten Etage. In der Wohnung entdeckten die Polizisten etwa sieben weitere Männer, drei von ihnen verletzt. Ein 36-jähriger hatte mehrere Stichverletzungen, ein 45 Jahre alter Mann hatte Stichverletzungen am Arm. Ein 24-jähriger Mann hatte Kopfverletzungen. Alle Verletzten wurden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Täter und Opfer nicht an Aufklärung interessiert

Die Befragung der Männer gestaltete sich für die Ermittler des Dauerdienstes als langwierig, denn es habe ein Sprachengewirr aus Moldawisch, Russisch und Rumänisch gegeben. Zudem waren die Beteiligten offenbar auch nicht daran interessiert, bei der Aufklärung des Falls mitzuwirken. So gab einer der Männer an, er sei im Badezimmer gestürzt und hätte sich dort am Kopf verletzt. Vier der Männer haben in Berlin keinen festen Wohnsitz, die anderen vier Beteiligten sind an anderen Berliner Adressen gemeldet, nur nicht in dem Haus an der Edisonstraße.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.