Prenzlauer Berg

61-Jähriger richtet Schusswaffe auf Paketboten - SEK-Einsatz

Der Paketlieferant wollte eigentlich nur in einem Wohnhaus in Prenzlauer Berg ein Paket ausliefern.

Der Paketbote wurde in Prenzlauer Berg mit einer Pistole bedroht, die Berliner Polizei rückte mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) an (Archivbild).

Der Paketbote wurde in Prenzlauer Berg mit einer Pistole bedroht, die Berliner Polizei rückte mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) an (Archivbild).

Foto: Daniel Karmann / dpa

Berlin.  Die Zustellung eines Pakets hat in Prenzlauer Berg den Einsatz eines Spezial-Einsatzkommandos der Polizei ausgelöst. Ein 61-Jähriger richtete am Freitagnachmittag eine Schusswaffe auf einen Paketlieferanten, als dieser in einem Wohnhaus ein Paket ausliefern wollte, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. Da er den Paketzusteller zudem fremdenfeindlich beleidigte, ermittelt der Staatsschutz.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der Empfänger des Paketes nicht zu Hause. Der 25 Jahre alte Paketbote klingelte deshalb bei den Nachbarn. Der 61-Jährige soll daraufhin im ersten Obergeschoss mit einem Stock in der Hand am Fenster erschienen sein und den Lieferanten angeschrien haben. Er verschwand kurz und kehrte mit der Schusswaffe zurück. Der Paketzusteller fuhr davon.

Paketbote mit Pistole bedroht: Polizei sperrt Straße ab

Die Polizei rückte mit rund 30 Kräften an und sperrte die Straße ab. Nach einem Durchsuchungsbeschluss ging das SEK in die Wohnung. Dort wurde eine Luftdruckpistole gefunden und beschlagnahmt. Der 61-Jährige war zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung.

Er wurde betrunken in der Nacht zu Sonnabend von einer Streife in der Nähe gesehen und mit aufs Revier genommen, wo er sich freiwillig Blut abnehmen ließ.