Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Rettungskräfte angegriffen und bespuckt

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Sonnabend, 27. April.

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Foto: Marcel Kusch / dpa

+++ Feuerwehrmänner in Café angegriffen und bespuckt +++

Bei einem Rettungseinsatz in Charlottenburg sind die Helfer angegriffen worden. Die Einsatzkräfte wurden in den frühen Morgenstunden am Samstag zu einem Café gerufen, in dem zwei betrunkene Männer Hilfe brauchten, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Als die Einsatzkräfte bei dem Café eintrafen, wurden sie aus einer Gruppe von rund 20 Personen verbal und körperlich attackiert. Die Helfer zogen sich zurück und alarmierten die Polizei. Der Rettungswagen wurde mit einer Bierflasche beworfen und beschädigt, einer der Helfer wurde leicht verletzt. Die Polizei brachte die Lage den Angaben zufolge unter Kontrolle. Die zwei Betrunkenen kamen in ein Krankenhaus. Mit Unverständnis reagierte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, auf die Attacke: „Wir reden über Menschen, die ihre Lebensenergie überwiegend dafür verwenden, dass es anderen gut geht und Menschen in Not geholfen werden kann.“ Er verurteilte, dass sie dafür angefeindet werden. „Ich wünsche dem verletzten Kollegen alles Gute.“


+++ 13-Jährige täuscht mit Bekanntem ihre Entführung vor - Festnahme +++

Nach intensiven Ermittlungen der Mordkommission und Staatsanwaltschaft konnte eine vorgetäuschte Entführung aufgedeckt werden. Zwei Personen wurden in der Nacht zu Sonnabend in Schöneberg gestellt. An dem Einsatz waren rund 280 Polizeikräfte beteiligt. Demnach ging bei der Polizei in der Nacht zu Freitag die Meldung eines erpresserischen Menschenraubs ein. Ein Vater aus Berlin sollte einem 18-Jährigen Lösegeld für seine vermeintlich entführte, 13-jährige Tochter zahlen. Wie die Polizei am Sonnabendmorgen mitteilte, ergaben die Ermittlungen schließlich, dass es sich hierbei lediglich um eine Täuschung handelte. Gegen 0.15 Uhr wurden sowohl der 18-Jährige, als auch das Teenager-Mädchen in Schöneberg gefasst. Um Letztere kümmert sich nun das Jugendamt, der junge Mann muss sich am Sonntag einem Haftrichter stellen. Laut den Ermittlungen war die vorgetäuschte Entführung zuvor intensiv vorbereitet worden. So wurden unter anderem angebliche Tat-Videos aufgenommen und versendet.

+++ 61-Jähriger richtet Schusswaffe auf Paketboten - SEK-Einsatz +++

Die Zustellung eines Pakets hat in Prenzlauer Berg den Einsatz eines Spezial-Einsatzkommandos der Polizei ausgelöst. Ein 61-Jähriger richtete am Freitagnachmittag eine Schusswaffe auf einen Paketlieferanten, als dieser in einem Wohnhaus ein Paket ausliefern wollte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Da er den Paketzusteller zudem fremdenfeindlich beleidigte, ermittelt der Staatsschutz. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Empfänger des Paketes nicht zu Hause. Der 25 Jahre alte Paketbote klingelte deshalb bei den Nachbarn. Der 61-Jährige soll daraufhin im ersten Obergeschoss mit einem Stock in der Hand am Fenster erschienen sein und den Lieferanten angeschrien haben. Er verschwand kurz und kehrte mit der Schusswaffe zurück. Der Paketzusteller fuhr davon. Die Polizei rückte mit rund 30 Kräften an und sperrte die Straße ab. Nach einem Durchsuchungsbeschluss ging das SEK in die Wohnung. Dort wurde eine Luftdruckpistole gefunden und beschlagnahmt. Der 61-Jährige war zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung. Er wurde betrunken in der Nacht zu Samstag von einer Streife in der Nähe gesehen und mit aufs Revier genommen, wo er sich freiwillig Blut abnehmen ließ.

+++ 31-Jähriger mit Kippa antisemitisch beschimpft und bedroht +++

Ein Unbekannter hat in Charlottenburg einen 31-Jährigen mit Kippa antisemitisch beschimpft und bedroht. Nach dem Verlassen eines Geschäfts lief der Mann am Freitagabend am Kurfürstendamm auf den Israeli zu, teilte die Polizei am Samstag mit. Nachdem er ihn bedroht und beschimpft hatte, stieg er mit einem anderen Mann in ein Taxi und fuhr davon. Der Staatsschutz ermittelt. Immer wieder kommt es in Berlin zu antisemitischen Vorfällen. Im Januar warf ein Unbekannter am S-Bahnhof Nikolassee einen Stein auf einen 19-Jährigen, nachdem er ihn zuvor beleidigt hatte. Der Mann jüdischen Glaubens trug zum Tatzeitpunkt eine Kippa. Anfang April beleidigte ein 56-Jähriger in Prenzlauer Berg Rettungssanitäter mit judenfeindlichen Parolen.

+++ Explosion in Mehrfamilienhaus in Wedding +++

Bei einer Explosion eines Mehrfamilienhauses am späten Freitagabend in Wedding sind Fensterscheiben beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um eine vorsätzlich herbeigeführte Explosion eines noch unbekannten Sprengkörpers. Ein Bewohner der Lüderitzstraße alarmierte Polizei und Feuerwehr, nachdem er um kurz vor Mitternacht ein klirrendes Geräusch vernommen und eine Druckwelle gespürt hatte. Die Einsatzkräfte fanden sowohl im Kellergeschoss, als auch im Hochparterre sowie in der ersten Etage zersplitterte Scheiben. Die weiteren Ermittlungen laufen derzeit.

+++ Zwei Pkw prallen im Kreuzungsbereich zusammen +++

Drei Personen sind am Freitagabend nach einem Autounfall im Kreuzungsbereich verletzt worden. Nach ersten Informationen krachte in Neukölln an der Kreuzung Buschkrugallee Ecke Späthstraße ein VW Golf GTD seitlich in einen Toyota, sodass dieser sich um 180 Grad drehte. Ein Krankenwagen, der zufällig an der Unfallstelle vorbeikam, leistete Hilfe. Durch den Zusammenstoß wurden drei Personen verletzt, ein Hund wurde außerdem von der Polizei betreut. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die Kreuzung für rund 45 Minuten gesperrt.

+++ Spätkauf-Einbrecher auf frischer Tat ertappt +++

Ein mutmaßlicher Spätkauf-Einbrecher ist am frühen Sonnabendmorgen auf frischer Tat in Mitte ertappt und festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, vernahm ein 42 Jahre alter Anwohner Geräusche aus dem Laden in der Oranienburger Straße und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden im Geschäft einen 33-Jährigen, der offenbar durch das Fenster eingebrochen war, und nahmen ihn fest.

+++ Einbruch in Restaurant: Zeugen schnappen 17-Jährigen +++

Mehrere mutmaßliche Einbrecher sind in der Nacht zu Sonnabend in Alt-Hohenschönhausen auf frischer Tat ertappt worden. Eine Person wurde festgenommen. Wie die Polizei am Sonnabendmorgen mitteilte, bemerkte ein Anwohner der Konrad-Wolf-Straße gegen 1.10 Uhr, wie die Unbekannten gewaltsam durch das Fenster eines nahegelegenen Restaurants einstiegen. Der 23 Jahre alte Zeuge konnte mithilfe weiterer Passanten einen der Täter, im Alter von 17 stellen. Seine Komplizen ergriffen die Flucht. Der Teenager wurde der Kriminalpolizei übergeben.

+++ Fußgängerin und Radfahrer prallen zusammen +++

Eine Fußgängerin ist bei einem Verkehrsunfall in Westend am Freitagabend schwer verletzt worden. Die 68-Jährige überquerte laut Polizei gegen 19.40 Uhr den Radweg am Theodor-Heuss-Platz und stieß dabei mit einem 23 Jahre alten Radfahrer zusammen. Durch den Zusammenprall erlitt die Seniorin Kopf- sowie Rumpfverletzungen, der Radler kam mit leichten Beinverletzungen davon.