Bahnhof Südkreuz

Mann von S-Bahn mitgeschleift: Ermittlungen gegen Zugführer

Ein 38-Jähriger wollte sich trotz bereits ertöntem Signal in die Bahn zwängen , blieb stecken und wurde 50 Meter mitgeschleift.

S-Bahn am Südkreuz

S-Bahn am Südkreuz

Foto: Amin Akhtar

Berlin.  Ein 38-Jähriger ist am Donnerstagnachmittag am S-Bahnhof Südkreuz mit dem Fuß in einer S-Bahn steckengeblieben und etwa 50 Meter am Bahnsteig entlanggeschleift worden.

Der 38-Jährige und seine 29 Jahre alte Begleiterin wollten gegen 15.45 Uhr einen bereits abfahrbereiten Zug der Linie S 42 erreichen. Der Mann sprang trotz bereits ertöntem Signal in den letzten Waggon und versuchte, die sich schließende Tür für die Frau offen zu halten. Dabei blieb er mit seinem rechten Bein in der Tür stecken.

Als sich die S-Bahn in Bewegung setzte, versuchte die 29-Jährige noch ihren Begleiter festzuhalten, wurde dabei aber selbst umgerissen. Die S-Bahn schleifte den 38-Jährigen etwa 50 Meter am Bahnsteig entlang, bis Reisende im Zug die Notbremse zogen und die Bahn zum Stehen kam.

Nachdem sich die Türen der S-Bahn öffneten, konnte sich der Mann selbst befreien. Die S-Bahn setzte kurze Zeit später ihre Fahrt fort. Die 29-Jährige und der 38 Jahre alte Mann verletzten sich leicht, lehnten aber eine Behandlung ab.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungen aufgrund des Verdachts der Körperverletzung gegen den Zugführer ein. Den 38 Jahre alten Fahrgast erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung.