Berlin-Marzahn

Ersthelfer zogen Frau unter Baum hervor

In Berlin-Marzahn wurde eine Frau von herbeieilenden Passanten gerettet. Das wurde erst jetzt bekannt.

Ein Baum stürzte in Marzahn auf eine Frau

Ein Baum stürzte in Marzahn auf eine Frau

Foto: Thomas Peise

Berlin.  Auf der Landsberger Allee in Marzahn war am Dienstagnachmittag ein Baum auf einen Gehweg gestürzt und hatte eine Frau lebensgefährlich verletzt. Jetzt kommt heraus: Die Frau wurde von mutigen Passanten gerettet. Eine der vielen Ersthelferinnen meldete sich bei der Berliner Morgenpost und berichtete von der dramatischen Rettung.

Maria Fischer war gerade auf der Landsberger Allee unterwegs, als das Unglück passierte und der Baum auf die Spaziergängerin stürzte. Gemeinsam mit vielen anderen rannte Fischer zu der Unglücksstelle. „Direkt nach Abbrechen des Baumes hielten etliche Fahrzeuge an und Fahrer und Passanten eilten zu Hilfe und befreiten die verunglückte Frau“, berichtet Fischer. „Mit vereinten Kräften und einer Säge hoben Sie den schwersten Ast, um die Frau zu bergen und sie in die stabile Seitenlage zu bringen“, so Fischer weiter.

Warum der Vorfall erst jetzt bekannt wird

Dass das erst jetzt bekannt wird, hängt auch mit der Meldung zusammen, die die Feuerwehr unter anderem auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete. Die Behörde teilte nämlich mit, dass die Frau von der Feuerwehr Hellersdorf befreit worden sei. „Es ist für die Ersthelfer ungerecht und ein Schlag ins Gesicht, dass lediglich die Einsatzhelfer der Feuerwehr als Ersthelfer benannt wurden“, sagte Fischer der Berliner Morgenpost. Diese Menschen hätten großartige Hilfe geleistet.

Feuerwehrsprecher räumt kleine Panne ein

Auf Nachfrage räumte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein die kleine Kommunikationspanne ein. Bei dem Einsatz in Marzahn sei kein Führungsdienst vor Ort gewesen. In dem anschließenden Bericht sei von den Passanten keine Rede mehr gewesen. Grundsätzlich sei man aber immer froh über Zivilcourage.

Kirstein verwies auf die jährlich von der Feuerwehr veranstaltete Preisverleihung „Engel der Großstadt“. Bei Notfällen könnten Laien immer handeln - Wegschauen und Nichtstun seien in jedem Fall verkehrt, hieß es bei der diesjährigen Preisverleihung. Die Feuerwehr wolle sich nun mit den Ersthelfern in Verbindung setzen und sich bedanken, sagte Kirstein.