Kriminalität

Dreijähriger in Berlin wegen Hautfarbe beschimpft

In Berlin sind zuletzt immer wieder Kinder rassistisch beleidigt worden - diesmal trifft es einen dreijährigen Jungen.

Ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild).

Ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild).

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin. Die Berliner Polizei sucht zurzeit nach zwei älteren Frauen, die einen dreijährigen Jungen in Berlin-Friedenau rassistisch beleidigt haben sollen. Die Ermittlungen dauern an, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die Verdächtigen sollen den Jungen am Samstagvormittag angewidert angesehen und aufgrund seiner Hautfarbe beschimpft haben. Das Kind war demnach mit seiner Mutter unterwegs.

Am Sonnabendabend beschimpften den Angaben zufolge zudem zwei Männer den Fahrer eines Reisebusses in Mitte wegen seiner Hautfarbe. Die Männer wurden demnach bereits ermittelt. In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz, hieß es.

In Berlin kommt es immer wieder zu rassistischen Attacken gegen Jugendliche und Kinder. Im Februar schlug ein Unbekannter eine 15- und eine 16-Jährige aus Syrien mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Zuvor soll er sie fremdenfeindlich beleidigt haben. Am selben Tag versuchte im Stadtteil Neukölln eine unbekannte Frau, einer Zwölfjährigen das Kopftuch vom Kopf zu reißen. Die Angreiferin habe sie an den Haaren gezogen und fremdenfeindlich beleidigt, sagte das Mädchen.