Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Mehr Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss

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Symbolbild

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Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom 26. März.

+++40 Prozent mehr Unfälle unter Rauschmitteleinfluss +++

Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle unter Rauschmitteleinfluss ist in Berlin in diesem Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 40 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom Dienstag hervor.

Demnach waren bei 65 schweren Unfällen Rauschmittel im Spiel. Im Vorjahr waren es nur 46. Ebenso wie zu Jahresbeginn 2018 starben in diesem Januar drei Menschen bei Verkehrsunfällen in der Hauptstadt. Die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten ging leicht zurück - um 6,5 und 3,6 Prozent.

+++ 64-Jähriger geht in S-Bahn mit Küchenmesser auf Kontrahenten los +++

Bei einem Streit in einer S9 am Bahnhof Schönefeld hat ein 64-Jähriger seinen zehn Jahre jüngeren Widersacher mit einem Küchenmesser im Gesicht verletzt. Die beiden waren am Montagabend gegen 23 Uhr aneinander geraten. Bundespolizisten nahmen den Messerangreifer fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Der 54-Jährige erlitt eine Schnittwunde im Gesicht.

+++ Mehr als ein Strafverfahren pro Tag wegen Raserei +++

In Berlin gab es in diesem Jahr statistisch betrachtet pro Tag mehr als ein Strafverfahren wegen Raserei. Im Zeitraum zwischen dem 1. Januar bis zum 19. März seien bei der Amtsanwaltschaft Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin insgesamt 104 Verfahren gegen bekannte und unbekannte Täter wegen mutmaßlichem Verstoßes gegen § 315d StGB eingegangen, wie die Senatsverwaltung für Justiz am Dienstag mitteilte. Auf die Amtsanwaltschaft Berlin würden dabei 71 Verfahren entfallen, auf die Staatsanwaltschaft Berlin 33 Verfahren. Berlins Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) erklärte dazu: „Raserei ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Ich bin deshalb der Staatsanwaltschaft und der Polizei für die gute Zusammenarbeit dankbar, da wir so die neuen rechtlichen Möglichkeiten nach Kräften nutzen.“ Seit Inkrafttreten des neuen neuen Passus im Strafgesetzbuch (§ 315d) im Oktober 2017 bis zum Stichtag 31.12.2018 gingen bei der Amtsanwaltschaft Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin 413 Verfahren gegen bekannte und unbekannte Täter ein.

+++ Brandstiftung vor BVG-Gebäude +++

In der Nacht zu Dienstag haben Unbekannte vor dem Gebäude der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Mitte einen Gegenstand in Brand gesetzt. Ein Autofahrer bemerkte laut Polizei gegen 3.15 Uhr das Feuer vor dem Eingang des Hauses an der Holzmarktstraße und beobachtete einen dunkel gekleidete Person, die die Straße überquerte und verschwand. Der Zeuge löschte daraufhin die Flammen mit Wasser. Durch das Feuer wurden die Scheiben der Eingangstür sowie eine angrenzende Tür beschädigt. Verletzt wurde niemand.

+++Psychisch kranker Mann droht mit Sprengung +++

Ein psychisch auffälliger Mann hat am Montagabend in Wilhelmstadt (Spandau) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 29-Jähriger Autofahrer wollte gerade einparken, als ein 19-jähriger Mann auf ihn zukam und ihm drohte, ihn in die Luft zu sprengen, wenn er nicht wegfahren würde. Aus der Jacke des 29-Jährigen ragten Drähte heraus.

Der Autofahrer alarmierte die Polizei. Die Beamten konnten den Mann in einem nahe gelegenen Hauseingang festnehmen. Der Mann, der seine Medikamente nicht eingenommen hatte, erzählte der Polizei, dass er noch mehr Zünder in der Wohnung habe. Bei der Durchsuchung stellten die Polizisten weitere Zünder fest. Der 19-Jährige wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 79-Jähriger auf Parkplatz von Lkw überrollt +++

Ein 79 Jahre alter Fußgänger ist am Dienstag auf einem Supermarktparkplatz in Dallgow-Döberitz (Havelland) von einem Lastwagen überrollt und mehrere Meter mitgeschleift worden. Der Mann sei noch vor Ort gestorben, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion West. Der 54-jährige Lastwagenfahrer hatte demnach den Hänger abgekoppelt und wollte losfahren. Dabei kontrollierte nicht, ob sich jemand im toten Winkel befand. Nachdem Anfahren hörte er ein dumpfes Geräusch. Eine Zeugin machte ihn auf den Unfall aufmerksam. Er hatte da den Fußgänger etwa 25 Meter mitgeschleift. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen unabhängigen Sachverständigen zur Untersuchung des Unfalls. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ Rollstuhlfahrer wird überfallen +++

Ein Rollstuhlfahrer ist am Montagnachmittag in Wedding beraubt worden. Der 57-Jährige soll in der Nazarethkirchstraße von einem Angreifer zuerst aus seinem Rollstuhl gekippt worden sein, bevor der Täter den Rucksack des Mannes griff und flüchtete. Der Rollstuhlfahrer erlitt Schürfwunden an den Knien, am Kopf und an der Hand. Eine ärztliche Behandlung lehnte er ab. Das Raubkommissariat der Direktion 3 hat die weiteren Ermittlungen zu dem Raub übernommen.

+++ Doppelt so schnell wie erlaubt - Polizei stoppt Raser in Tegel +++

Doppelt so schnell wie erlaubt ist ein Autofahrer auf der Autobahn 111 in Tegel unterwegs gewesen. Mehr als 120 Kilometer pro Stunde fuhr der 21-Jährige gegen 0.50 Uhr im Tunnel Tegel Ortskern in der Nacht zu Dienstag, wie die Polizei mitteilte. Erlaubt waren demnach 60 Kilometer pro Stunde. Eine Zivilstreife stoppte den Wagen des Verdächtigen. Ihn erwarten ein Bußgeld von mindestens 560 Euro, vier Punkte in Flensburg und ein zweimonatiger Führerscheinentzug.

+++ Offenbar Serie von Übergriffen auf Prostituierte +++

In Schöneberg sind im März bereits mindestens sieben Prostituierte angegriffen worden. Unter den Opfern waren auch Transsexuelle, wie die Polizei mitteilte. Weitere Angaben zu den Angriffen machte die Polizei zunächst nicht. Der Staatsschutz ermittelt. Die Maßnahmen zum Schutz potenzieller Opfer seien „angepasst“ worden. Den Angaben zufolge sollen die Angreifer Säure verwendet haben.

+++ Unfall auf BAB 100: Schwangere verletzt und sechs Autos beschädigt +++

Bei einem Unfall auf der Stadtautobahn in Schöneberg sind zwei Frauen verletzt und sechs Autos beschädigt worden. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein Mercedes gegen 14.15 Uhr auf dem linken Fahrstreifen der BAB 100 in Richtung Autobahnkreuz Schöneberg und kam in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße ohne ersichtlichen Grund zum Stehen. Eine 44 Jahre alte Renaultfahrerin, die hinter dem Auto fuhr, bremste daraufhin strak ab. Die hinter ihr fahrende 37 Jahre alte Audi-Fahrerin schaffte es nicht mehr, rechtzeitig zu bremsen und fuhr auf den Pkw auf. Dahinter kamen drei weitere Autos rechtzeitig zum Stehen. Hinter ihnen konnte eine 47-Jährige nicht mehr schnell genug mit ihrem Audi bremsen und fuhr ebenfalls auf, sodass die drei Fahrzeuge davor aufeinander geschoben wurden. Bei dem Unfall erlitt die 18-jährige schwangere Beifahrerin des Renaults Verletzungen am Kopf- und Rumpf und wurde in eine Klinik gebracht. Die 37 Jahre alte Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Weitere Verletzte gab es nicht.

+++ Trio überfällt Spielothek - zwei Verletzte +++

Im Falkenhagener Feld haben in der Nacht zu Dienstag drei maskierte Männer eine Spielothek überfallen. Laut der Polizei betraten zwei der mutmaßlichen Täter gegen 0.50 Uhr den Laden in der Falkenhagener Chaussee, während ihr Komplize vor der Tür Schmiere stand. Die Täter in der Spielothek schlugen sowohl auf den 62 Jahre alten Mitarbeiter als auch auf einen Gast ein und sprühten ihnen obendrein Reizgas ins Gesicht. Anschließend leerten die Männer die Kasse und flüchteten. Die Opfer erlitten leichte Verletzungen.

+++ Unfall in Kreuzberg - Radfahrerin schwer verletzt +++

Eine Radfahrerin hat sich in Kreuzberg bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen. Die 53-Jährige überquerte am Montagabend gegen 17.40 Uhr bei Grün die Gneisenaustraße, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als eine 29 Jahre alte Autofahrerin mit ihrem Wagen rechts abbog, geriet die Radfahrerin ins Straucheln und stürzte. Sie verletzte sich an Kopf und Rumpf und wurde ins Krankenhaus gebracht. Ob die Frau stürzte, weil sie dem Auto ausweichen wollte, war zunächst nicht klar. Einen Zusammenstoß gab es laut Polizei nicht.

+++ Mann mit Schusswaffe überfällt Tankstelle +++

Ein Maskierter hat in Zehlendorf am Montagabend eine Tankstelle überfallen. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, soll der Mann die Tankstelle in der Potsdamer Chaussee gegen 20.25 Uhr betreten und den 69-Jährigen mit der Schusswaffe bedroht haben. Anschließend das Opfer ihm das geforderte Geld aus der Kasse. Danach ergriff der Räuber die Flucht.