Staatsschutz ermittelt

Unbekannte greifen Bus der AfD am Ostbahnhof an

Am Mittwochmorgen ist am Berliner Ostbahnhof ein Bus der AfD angegriffen worden. Die Scheiben des Busses gingen zu Bruch.

Ein Farbbeutel auf der Scheibe des von der AfD gecharterten Busses. Der Angriff fand am Donnerstagmorgen am Ostbahnhof statt.

Ein Farbbeutel auf der Scheibe des von der AfD gecharterten Busses. Der Angriff fand am Donnerstagmorgen am Ostbahnhof statt.

Foto: Foto: Privat

Berlin. Unbekannte haben am Donnerstagmorgen einen von der AfD gecharterten Bus angegriffen. Die Täter warfen am Berliner Ostbahnhof Steine, Farbbeutel und Leuchtfeuer auf den Bus, teilte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost mit.

Zur Anzahl der Täter konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

Der Angriff war öffentlich geworden, weil der Landeschef der Berliner AfD, Georg Pazderski, ein Video auf Twitter veröffentlicht hatte. Er schrieb: „Schwerwiegendster Angriff auf Leib und Leben von AfD Mitgliedern bislang in Berlin.“ Der Angriff sei menschenverachtend und kriminell, so Pazderski weiter. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Laut Parteisprecher Ronald Gläser waren die 17 AfD-Mitglieder im Bus auf einer Reise nach Budapest. Dort sollte unter anderem das Parlament besucht werden.

Kurz nach Abfahrt des Busses Richtung ZOB, wo weitere Mitfahrer aufgenommen werden sollten, kam es zu dem Angriff. Laut Gläser seien bis zu zehn Angreifer beteiligt gewesen. Die Fahrgäste hätten „einen großen Schrecken davongetragen, der Busfahrer hatte Glassplitter im Gesicht“, sagte der Sprecher. Die Reise werde trotz des Angriffs stattfinden.