Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Über 1700 Diebstähle pro Jahr in Kliniken

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom 12. März.

Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Foto: Nicolas Armer / dpa

+++ Über 1700 Diebstähle pro Jahr in Kliniken +++

In Berlins Krankenhäusern ist es 2018 zu mehr als 1700 Diebstählen gekommen. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr 1711 Fälle mit Tatort „Krankenhaus/Klinik“ von der Polizei erfasst. In den vergangenen fünf Jahren waren es im Durchschnitt 1738 pro Jahr. Insgesamt entstand dadurch ein Schaden von rund 5,8 Millionen Euro, 2018 waren es etwa 838 000 Euro. Hinzu kamen 58 Fälle (2018: 15), in denen Betäubungsmittel aus Krankenhäusern entwendet wurden. Nicht auseinandergerechnet wurde, in wie vielen Fällen die Kliniken selbst und wie oft Patienten, Angehörige oder Angestellte beklaut wurden. Um das Eigentum der Patienten zu schützen, gibt es laut Berliner Krankenhausgesellschaft in 53 von 60 Kliniken in Berlin Wertfächer oder Tresore. Nicht klar definiert wird in dem Schreiben der Senatsverwaltung, in wie vielen Fällen es tatsächlich in den Krankenhäusern zu Diebstählen gekommen ist und wie oft auf deren Gelände oder vor den Gebäuden. Zudem könnten die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen, da nicht bei allen registrierten Fällen die „Tatörtlichkeit“ erfasst wird.

+++ Erneut Einbruch in Bankfiliale +++

Schon wieder ein Einbruch in einer Bankfiliale: Am Montagmittag gegen 13.50 Uhr haben sich vier Unbekannte in Reinickendorf Zugang in eine Bankfiliale verschafft. Sie stiegen über mehrere Räume im Keller eines Wohnhauses ein, um zum Tresorraum eines Kreditinstituts in der Residenzstraße zu gelangen. Hier öffneten sie wenige Schließfächer und flüchteten mit dem Inhalt zu Fuß über ein Vordach in Richtung Mittelbruchzeile. Zeugenaussagen zufolge waren drei des Quartetts komplett schwarz gekleidet und trugen eine Kopfbedeckung.


Der Vierte wird wie folgt beschrieben:
•südländisches Aussehen
•25 - 28 Jahre alt
•180 bis 185 cm groß
•schlanke Statur
•schwarze, kurze Haare
•Dreitagebart
•dunkle Flecken, eventuell Narben im Bereich der Wangen
•bekleidet mit einer olivgrünen, hüftlangen Jacke

Die Ermittler fragen:
•Wer hat die Tat beobachtet und kann Hinweise dazu geben?
•Wer hat die Flucht der Männer beobachtet und kann weitere Angaben dazu machen?
•Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?
In diesem Zusammenhang prüft die Kriminalpolizei auch einen möglichen Zusammenhang zu vorangegangenen Taten. Bereits am Ende Januar brachen Unbekannte in eine Bankfiliale in der Scharnweberstraße in Reinickendorf ein. Zuvor gab es einen Einbruch am Baumschulenweg in Treptow-Köpenick.

Hinweise bitte an das Einbruchkommissariat des Landeskriminalamtes am Tempelhofer Damm 12 in 12101 Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 – 944320 oder eine andere Polizeidienststelle.

+++ Körperbehinderter Mann verspottet und geschlagen +++

Ein 41 Jahre alter Mann ist am Morgen in Neukölln verspottet und geschlagen worden. Der körperlich beeinträchtigte Mann war gegen 7 Uhr an der Flughafenstraße auf dem Weg zur Arbeit, als ihm ein anderer Mann entgegenkam, der ihn wegen seiner Körperbehinderung nachahmte. Anschließend fragte der 33-Jährige nach einer Zigarette. Als er diese nicht erhielt, soll er den 41-Jährigen mit der Hand ins Gesicht geschlagen und ihn beschimpft haben. Der Attackierte flüchtete sich daraufhin in einen Spätkauf. Zeugen konnten den 33-Jährigen davon abhalten, ihm ins Geschäft zu folgen. Er entkam im Anschluss in Richtung Hermannstraße, wo er festgenommen wurde. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Hasskriminalität.

+++ Polizei setzt Taser gegen aggressiven Mann ein +++

Polizisten haben am Montagnachmittag in Kreuzberg einen 34-Jährigen mit einem Taser außer Gefecht gesetzt. Der Mann war zuvor in einer Wohnung an der Adalbertstraße mit einem Messer auf seine Lebensgefährtin losgegangen und hatte die 30-Jährige am Oberschenkel verletzt. Alarmierte Einsatzkräfte forderten den mit zwei Messern bewaffneten Mann auf sich zu ergeben. Zwischenzeitlich angeforderte Beamte, die mit einem Taser ausgestattet waren, drohten in der weiteren Folge den Einsatz des Tasers an. Als der 34-Jährige die Hand mit einem Messer hob, löste ein Beamter den Taser aus. Der Mann wurde von den Einsatzkräften festgenommen und von der Berliner Feuerwehr zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wo er wegen seines psychischen Zustandes zur Beobachtung blieb. Der 34-Jährige muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten. „Wir sehen anhand dieses Falls, dass der Taser als Einsatzmittel den Handlungsrahmen sinnvoll erweitert und durch ihn schlimmere Folgen verhindert werden können“, sagte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, zu dem Vorfall. In Berlin gibt es seit längerer Zeit eine Diskussion um den Taser, für dessen Einsatz ebenso hohe Hürden gelten wie für den Gebrauch der Schusswaffe. „Es bedarf endlich einer Einstufung als zusätzliches Hilfsmittel der körperlichen Gewalt“, forderte Jendro.

+++ Frau in ihrem Auto überfallen und mit Ast geschlagen +++

Eine 35-Jährige ist am Montagabend in Westend in ihrem Auto überfallen worden. Die Frau wartete gegen 19.50 Uhr auf einem Parkplatz am Messedamm auf eine Bekannte, als plötzlich ein Mann die Fahrertür aufriss und die Frau aus dem Fahrzeug zerrte. Er riss der Frau die Autoschlüssel aus der Hand, setzte sich ans Steuer und versuchte loszufahren. Die Frau konnte gerade noch rechtzeitig auf den Beifahrersitz springen und nach einem kurzen Kampf den Autoschlüssel wieder an sich bringen. Danach flüchtete sie aus dem Auto und wurde dabei von dem Räuber mit einem Ast auf den Hinterkopf geschlagen. Anschließend floh der Mann, ließ aber seinen Rucksack mit einer Krankenkassenkarte zurück. Demnach handelt es sich bei dem tatverdächtigen um einen 18-Jährigen.

+++ Mann am S-Bahnhof Tiergarten beraubt und schwer verletzt +++

Am frühen Dienstagmorgen ist ein 48-Jähriger im Hansaviertel überfallen und schwer verletzt worden. Der Mann war gegen 3.30 Uhr auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Tiergarten unterwegs, als ihm plötzlich ein Unbekannter folgte und ihn schlug. Der Räuber flüchtete im Anschluss mit dem Rucksack des Mannes, der sich mit schweren Kopf- und Rumpfverletzungen zur Rezeption eines nahe gelegenen Hotels schleppte. Angestellte alarmierten Polizei und Feuerwehr. Der 48-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

+++ Frau stirbt bei Frontalzusammenstoß +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 101 ist am Dienstagmorgen eine Frau ums Leben gekommen. Ein Mann sei schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Frau war demnach mit ihrem Wagen aus bisher ungeklärten Gründen kurz vor Kloster Zinna in Richtung Luckenwalde (Teltow-Fläming) auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem Kleintransporter zusammengestoßen. Dabei kippte der Transporter um und klemmte den Fahrer ein. Die Feuerwehr musste ihn freischneiden. Nach Polizeiangaben fing der Transporter kurz darauf Feuer. Die 59-jährige Frau konnte nur noch tot aus ihrem Auto geborgen werden. Die Fahrbahn war am Mittag noch in beide Richtungen gesperrt. Der Verkehr wurde teilweise über Luckenwalde umgeleitet.


+++ Mann bedroht Barkeeper mit Waffe +++

Ein maskierter Mann hat am Montagabend eine Bar in Neukölln überfallen und den Barkeeper mit einer Waffe bedroht. Wie die Polizei mitteilte, betrat der Mann gegen 23.40 Uhr die Kneipe in der Hermannstraße und verlangte Bargeld von dem 52 Jahre alten Barmann. Der Bedrohte gab ihm das Geld aus der Kasse, danach floh der Täter. Der Mitarbeiter und die zwei anwesenden Gäste blieben unverletzt. Die Polizei sucht jetzt nach dem Täter. Teile der Hermannstraße gelten nach Angaben der Polizei als Brennpunkt für Kriminalität in Berlin.

+++ Polizeieinsatz an Spandauer Schule: Junge mit Waffe gesehen +++

Ein elfjähriger Junge ist vor einer Berliner Schule womöglich mit einer Pistole beobachtet worden. Die Schule in der Hakenfelder Straße in Spandau alarmierte am Dienstagmorgen umgehend die Polizei, die einen Streifenwagen zur Adresse des Schülers schickte. Die Polizisten fanden dort den Jungen, aber keine Waffe, wie die Polizei bei Twitter mitteilte. Nun werde zum Verbleib der Waffe und den weiteren Umständen ermittelt. Ob es sich um eine echte Pistole oder eine Schreckschusswaffe, wie sie in Berlin verbreitet sind, handelte, war nicht bekannt. Von einer Gefahr sei derzeit aber nicht auszugehen, hieß es auf Nachfrage von der Polizei.

+++ Security-Mitarbeiter schnappen S-Bahn-Sprayer +++

Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit haben am Montagabend gegen 21.30 Uhr einen Graffiti-Sprayer festgehalten, der in Pankow mehrere Sitze einer S-Bahn beschmiert hatte. Am S-Bahnhof Bornholmer Straße übergaben sie den 34-Jährigen Einsatzkräften der Bundespolizei. Die Beamten stellten eine Spraydose sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein.

+++ Volvo kracht gegen Baum und überschlägt sich +++

Ein 58 Jahre alter Volvo-Fahrer hat am Montagnachmittag gegen 16 Uhr in Reinickendorf die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist an der Lindauer Allee gegen einen Baum geprallt. Der Volvo überschlug sich, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und geriet gegen drei geparkte Fahrzeuge. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr brachten den Schwerverletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Wegen der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme war die Lindauer Allee in Richtung Aroser Allee für rund eine Stunde gesperrt.

+++ Fußgänger bei Flucht verletzt +++

Ein rücksichtsloser VW-Autofahrer hat am Montagabend in Wilmersdorf zwei Fußgängerinnen angefahren und leicht verletzt. Polizisten hatten gegen 18.15 Uhr an der Westfälischen Straße beobachtet, dass der Mann während der telefonierte. Sie wollten den Fahrer überprüfen, was diesen dazu veranlasste, Gas zu geben. Auf einem Parkplatz fuhr der Mann zwei Fußgängerinnen im Alter von 28 und 29 Jahren an, bevor er an der Brandenburgischen Straße gegen zwei geparkte Fahrzeuge krachte. Der Crash-Pilot flüchtete im Anschluss zu Fuß. Sein Beifahrer, 18 Jahre alt, der ebenfalls weglaufen wollte, wurde von den Beamten festgehalten. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten den VW und leiteten Ermittlungen ein.

+++ Jugendlicher in Rudow von Auto angefahren und schwer verletzt +++

Ein 15-jähriger Junge ist am Montagabend bei einem Autounfall in Rudow schwer verletzt worden. Der Jugendliche betrat die Johannisthaler Chaussee und wurde aus noch ungeklärter Ursache von einem Wagen angefahren, wie die Polizei mitteilte. Ein Krankenwagen brachte den schwer verletzten Jungen in ein Krankenhaus. Die 33-jährige Autofahrerin blieb unverletzt.

+++ Zwei Autos brennen in Finsterwalde +++

In der Nacht zu Dienstag haben zwei abgestellte Autos im Gröbitzer Weg in Finsterwalde in Flammen gestanden. Wie die Polizei mitteilte, griff das Feuer des ersten brennenden Wagens auf ein weiteres Auto über, durch die Hitze wurde ein drittes Fahrzeug beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

+++ Lastwagen kommt auf der B 96 ins Schleudern und landet im Graben +++

Ein mit Paketen beladener Lastwagen ist in der Nacht zu Dienstag auf der B 96 zwischen Nassenheide und Teschendorf (Landkreis Oberhavel) wegen Straßenglätte ins Schleudern geraten. Bei dem Unfall kippte der Anhänger des Lastwagens in einen Straßengraben, wie die Polizei mitteilte. Die B 96 war wegen der Bergungsarbeiten zunächst komplett und später halbseitig gesperrt. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt.