Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Wegen religiösen Tattoos angegriffen

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr vom 16. Februar 2019 in Berlin.

Blaulicht auf einem Polizeiwagen

Blaulicht auf einem Polizeiwagen

Foto: Monika Skolimowska / dpa

+++ Wegen religiösen Tattoos angegriffen +++

Wegen eines religiösen Tattoos ist ein Mann in Berlin-Neukölln geschlagen und mit einem Messer bedroht worden. Bei dem Angriff sei der 27-Jährige mit einem 21-jährigen Begleiter in der Sonnenallee unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Samstag mit. Zwei Männer hätten ihn wegen seiner religiösen Tätowierung angesprochen und aufgefordert, einer Bettlerin eine Spende zu geben. Als er dies ablehnte, wurde der Mann laut Polizei von den Angreifern festgehalten und ins Gesicht geschlagen. Dabei wurde er leicht verletzt. Als der Angreifer ein Messer gezückt habe, habe sich der 27-Jährige mit seinem Begleiter in ein Geschäft gerettet und einen Notruf abgesetzt.

Die Polizei nahm einen 24-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest. Die Identität des zweiten Angreifers war zunächst unbekannt. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Der Festgenommene ist nach eigenen Angaben muslimischen Glaubens. Bei dem Angegriffenen handele es sich um einen Christen aus dem Irak, sagte die Sprecherin. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

+++ 14-Jährige geschlagen und fremdenfeindlich beleidigt +++

Eine 14-Jährige ist am Freitagabend an der Eitelstraße in Rummelsburg attackiert worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Mädchen von einem Mann grundlos in die Rippen geschlagen. „Scheiß Kanaken“ rief er dabei, wie ein Polizeisprecher sagte. Dann sei er davon gerannt, kehrte nach kurzer Zeit jedoch zurück. Das Mädchen wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen. Der 32 Jahre alte Tatverdächtige gab gegenüber der Polizei an, dass es seit geraumer Zeit zu verbalen Übergriffen von Jugendlichen aus einem in der Nähe befindlichen Jugendzentrum gekommen sein soll. Er sei am Nachmittag von einem 15-Jährigen angesprochen und angegriffen worden. Dabei wurde er leicht am Oberschenkel verletzt. Ob die Taten in Zusammenhang stehen, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Eine Woche zuvor waren in Berlin bereits drei Mädchen laut Polizei fremdenfeindlich beleidigt und attackiert worden. In Marzahn schlug ein Mann eine 15-Jährige und eine 16-Jährige mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Zuvor habe er die Mädchen fremdenfeindlich beleidigt, erklärte die Polizei. Im Bezirk Neukölln versuchte eine Frau, einer Zwölfjährigen ein Kopftuch vom Kopf zu reißen, zog sie an den Haaren und versuchte, sie mit einer mutmaßlich mit Blut gefüllten Spritze zu stechen. Sie wurde leicht verletzt. In allen Fällen ermittelt der Staatsschutz.

+++ Farbanschlag auf Fraunhofer Institut - Staatsschutz ermittelt +++

Unbekannte haben den Eingang des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik in Charlottenburg mit Farbe beschmiert und eine Scheibe beschädigt. „Sicherheitsmitarbeiter hatten morgens gegen 4 Uhr dumpfe Geräusche gehört und den Schaden entdeckt“, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die Eingangstür des Instituts am Einsteinufer sei mit Bitumenfarbe beschmiert worden. Eine Glasscheibe wurde durch mehrere Steinwürfe beschädigt.

„Was das soll, wissen wir nicht. Die Täter sind unerkannt geflüchtet und haben keine Botschaft hinterlassen“, teilte ein Sprecher des Instituts mit. Die genaue Schadenshöhe stand demnach noch nicht fest. Weil politische Gründe nicht ausgeschlossen werden können, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

+++ Polizei räumt ehemaliges Jugendfreizeitschiff "Freibeuter" +++

Das ehemalige Jugendfreizeitschiff "Freibeuter" in der Rummelsburger Bucht in Friedrichshain ist am Freitagabend von Einsatzkräften der Berliner Polizei geräumt worden.

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, teilte beim Kurznachrichtendienst Twitter mit: "Nachdem bisherige Besetzer Schiff wegen untragbarer Sicherheitslage verlassen haben, haben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die Polizei widerrechtliche Neubesetzung unterbunden. Schiff wird bis zum Abtransport gesichert. Prüfen gemeinwohlorientierte Nachnutzung an neuem Liegeplatz."

+++ Zwei Maskierte versuchten, Geldautomaten zu sprengen +++

Ein Polizist außer Dienst hat am Sonnabendmorgen zwei verdächtige Männer in Gesundbrunnen bemerkt. Wie die Polizei mitteilte, sah er gegen 4.10 Uhr die beiden Maskierten an der Jülicher Straße an einem Geldautomaten hantieren. Der Beamte gab sich als Polizist zu erkennen, woraufhin die Unbekannten flüchteten. Weitere Ermittlungen ergaben, dass das Duo versucht hatte, den Automaten durch Einleiten eines Gases zu sprengen. Ein Fachkommissariat ermittelt.

+++ Polizisten auf Einsatzfahrt bei Unfall verletzt +++

Ein Einsatzwagen der Polizei ist am Freitagnachmittag in Marzahn mit einem Auto zusammengestoßen. Wie die Polizei mitteilte, war das Polizeiauto auf einer Einsatzfahrt gegen 15.50 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Blumberger Damm unterwegs, verringerte vor der Kreuzung zur Landsberger Allee die Geschwindigkeit, fuhr in den Kreuzungsbereich und wurde dort von dem Peugeot eines 20-Jährigen im Heckbereich erfasst. Die Polizistin, die den Einsatzwagen fuhr, und ihr Kollege wurden leicht verletzt, ambulant in einer Klinik behandelt und beendeten ihren Dienst. Der 20-Jährige erlitt eine Verletzung am Arm und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Ein Teil der Kreuzung war während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme bis kurz vor 18 Uhr gesperrt.

+++ 26-Jähriger bei Raubüberfall verletzt +++

Ein 26-Jähriger ist am Freitagabend in Tempelhof beraubt und verletzt verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde er gegen 20.45 Uhr kurz nach Verlassen seines Autos am Columbiadamm überfallen. Zunächst sollen die beiden Räuber ihn von hinten gegen den Kopf geschlagen und dann Messerstiche in den Bauch und den Oberschenkel versetzt haben. Mit der Tasche des Angegriffenen soll das Duo anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Die Stichverletzungen des 26-Jährigen wurden ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Ein Raubkommissariat ermittelt.

+++ Radfahrer bei Auffahrunfall schwer verletzt +++

In Alt-Treptow ist am Freitagnachmittag ein Radfahrer schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der 37-Jährige gegen 16.10 Uhr mit seinem Rad an der Kiefholzstraße unterwegs. Dabei soll der Radfahrer sehr dicht auf das vor ihm fahrenden Auto aufgefahren sein. Als die 36 Jahre alte Opel-Fahrerin an einem Fußgängerüberweg bremste, um einer Fußgängerin das Überqueren zu ermöglichen, fuhr der Fahrradfahrer auf. Bei dem Aufprall und dem folgenden Sturz erlitt der 37-Jährige, der einen Fahrradhelm trug, unter anderem schwere Verletzungen im Gesicht. Rettungskräfte brachten den schwer Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Autofahrerin und die beiden Kinder in dem Opel blieben unverletzt.

+++ Drei Verletzte bei Unfall +++

Bei einem Verkehrsunfall in Pankow sind am Freitagnachmittag mehrere Personen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhr gegen 16.50 Uhr ein 19-Jähriger mit seinem Honda die Granitzstraße in Richtung Neumannstraße entlang und fuhr plötzlich auf ein vor ihm fahrendes Auto auf. Durch den Zusammenstoß wurden der 19-Jährige und sein 18-jähriger Beifahrer leicht verletzt. Die 58-jährige Beifahrerin des 57-jährigen Ford-Fahrers wurde durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär aufgenommen wurde. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

+++ Moped und Motorrad angezündet +++

Im Märkischen Viertel sind am Sonnabendmorgen zwei motorisierte Zweiräder angezündet worden. Wie die Polizei mitteilte, mussten Einsatzkräfte zunächst gegen 3.40 Uhr zur Finsterwalder Straße ausrücken. Ein Anwohner hatte Flammen an einem dort abgestellten Moped bemerkt. Die Einsatzkräfte löschten den Brand. Ein weiterer Brand wurde gegen 5.40 Uhr von einem Autofahrer gemeldet. Dieser hatte im Eichhorster Weg ein brennendes Motorrad gesehen. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr löschten die Flammen an der Suzuki. Zu beiden Brandstiftungen, bei denen niemand verletzt wurde, übernahm ein Brandkommissariat die Ermittlungen.