Prenzlauer Berg

Staatsschutz ermittelt nach Mord an Union-Fan

Nach der tödlichen Attacke auf einen Union-Fan sind bei der Berliner Polizei bislang 22 Hinweise auf den Tatverdächtigen eingegangen.

Union-Fans trauern auf dem Parkplatz des Netto-Supermarktes.

Union-Fans trauern auf dem Parkplatz des Netto-Supermarktes.

Foto: Peter Oldenburger

Berlin. Nach der tödlichen Attacke auf einen Union-Fan am vergangenen Wochenende sind bei der Berliner Polizei bislang 22 Hinweise auf den Tatverdächtigen eingegangen. Das sagte eine Sprecherin der Polizei der Berliner Morgenpost auf Nachfrage.

Der Täter ist noch immer auf der Flucht. Am Montagnachmittag legten 200 Union-Fans am Tatort Blumen, Fahnden und Wimpel nieder.

Nach Angaben der Polizei soll sich ein unbekannter Mann Karl S. am Sonntagnachmittag auf dem Parkplatz an der Stahlheimer Straße genähert und ihm mindestens eine Stichverletzung zugefügt haben. Noch immer unklar ist der genaue Tatverlauf. Berichte, wonach die Vereinszugehörigkeit von Karl S. etwas mit dem Tod zu tun haben könnte, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Angreifer soll Karl S. und Begleiter als "Schwuchteln" bezeichnet haben

Ebenso nicht bestätigt hätte sich bislang ein homophober Hintergrund der Tat. Darunter war das Tötungsdelikt zunächst polizeiintern geführt worden, weil der Angreifer Karl S. und seinen 15-jährigen Begleiter unter anderem als „Schwuchteln“ bezeichnet haben soll, bevor er Karl S. mit Fäusten schlug und ihm ein Messer in den Rücken rammte und flüchtete.

Noch am Sonntag übernahm zunächst der polizeiliche Staatsschutz, der auch für Hassverbrechen zuständig ist, die weitere Bearbeitung.

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