Unglück bei Prötzel

Flugzeugabsturz in Brandenburg: Identität der Opfer unklar

Das Kleinflugzeug war am Sonnabend im Landkreis Märkisch Oderland aus noch unbekannten Gründen abgestürzt. Zwei Menschen starben.

Ein Ermittler an der Absturzstelle des Kleinflugzeugs.

Ein Ermittler an der Absturzstelle des Kleinflugzeugs.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Prötzel. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs bei Oberbarnim (Landkreis Märkisch Oderland) ist die Identität der beiden Toten weiter unklar. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung solle die Identifizierung der Opfer ermöglichen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Ost am Sonntag auf Anfrage. Auch die Ermittlungen zum Hergang die Unglücks laufen nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig auf Hochtouren. Es sei aber viel zu früh für Erklärungen, hieß es.

Bei dem Flugzeugunfall bei Prötzel in Brandenburg waren am Sonnabendmittag zwei Personen ums Leben gekommen. Wie die Brandenburger Polizei mitteilte, seien die beiden Männer nach ersten Erkenntnissen noch am Unfallort verstorben.

Das Flugzeug stürzte auf ein Feld und wurde völlig zerstört. Der Flieger war gegen 11 Uhr in Strausberg gestartet. Über den Vorfall nahe der B 168 zwischen Ernsthof und Prädikow wurde die Polizei gegen 11.55 Uhr informiert.

Bei der Maschine handelt es sich um ein zweimotoriges Leichtflugzeug des italienischen Herstellers Partenavia, heute Vulcanair. Die Ermittlungen am Unfallort werden laut einem Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ein bis zwei Tage dauern – zwei Mitarbeiter der Behörde sichern seit Sonnabendnachmittag Spuren auf dem Feld. Unter anderem werden Wrackteile vermessen, Zeugen befragt und der Flugverkehr erkundet.

„Anhand der Position des Flugzeuges auf dem Boden kann ermittelt werden, was in der Luft geschah“, sagte der Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Bis die Unfallursache abschließend geklärt sei, könne bis zu ein Jahr vergehen. Ein Zwischenbericht dauere in der Regel zwischen sechs Wochen und drei Monaten.

Der Deutschen Flugsicherung (DFS) war bis zum späten Sonnabendnachmittag der Flugverlauf der Absturzmaschine nicht bekannt. „Deshalb gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es sich um einen Sichtflug handelte. Dabei sind Piloten selbst für ihren Flug verantwortlich und müssen keine Lotsenhilfe in Anspruch nehmen“, sagte DFS-Sprecher Christian Hoppe.

Im Sommer vergangenen Jahres war es bereits zu einem schweren Flugzeugunfall in Brandenburg südlich von Berlin gekommen. Auf dem Flugplatz Niedergörsdorf im Landkreis Teltow-Fläming stürzte ein 71-Jähriger aus geringer Höhe ab, kurz nachdem er sein Ultraleichtflugzeug ohne Motor gestartet hatte. Wie die Polizei Brandenburg mitteilte, konnte der Pilot nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden. 2017 hatte es zwei Flugunfälle mit je einem Toten in Brandenburg gegeben.