Nahverkehr

Lebensgefahr: Jungen (12, 14) fahren auf S-Bahn-Kupplung mit

Zeugen wiesen Polizisten auf die Jungen hin. Die nahmen sie in Gewahrsam. Sie hatten eine erstaunliche Ausrede - und ein Messer dabei.

Eine Frau vor einer abfahrbereiten S-Bahn (Archivbild)

Eine Frau vor einer abfahrbereiten S-Bahn (Archivbild)

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Leichtsinn hat zwei Jungen (12 und 14 Jahre alt) am Donnerstagnachmittag in Lebensgefahr gebracht: Die beiden stiegen auf die Kupplung eines S-Bahnzuges und fuhren mit. Nach der Einfahrt der S-Bahn am Bahnhof Ahrensfelde meldeten mehrere Zeugen Polizisten,dass sie die beiden Jungen auf der Fahrt zwischen den Bahnhöfen Mehrower Allee und Ahrensfelde beim "S-Bahnsurfen" beobachtet hätten.

Die Polizisten stellten die beiden Jungen und nahmen sie in Gewahrsam. Sie gaben an, den bereits abfahrbereiten Zug nicht rechtzeitig erreicht zu haben und aus Zeitgründen zwischen zwei Wagen gesprungen zu sein. Bei dem 14-Jährigen fanden die Beamten zudem noch ein Messer.

Er muss sich nun neben dem Verstoß gegen die Eisenbahnbetriebsordnung auch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Die Einsatzkräfte übergaben die beiden Jungen aus Marzahn jeweils an ihre Erziehungsberechtigten "und verdeutlichten ihnen in deren Beisein erneut die tödlichen Gefahren ihrer leichtsinnigen Aktion", wie es in einer Mitteilung der Polizei zum Vorfall heißt.

"Die Bundespolizei warnt eindringlich vor den Gefahren, die bei der unberechtigten Mitfahrt auf oder an S-Bahnen drohen. Waghalsige Aktionen wie das "S-Bahnsurfen" sind lebensgefährlich und darüber hinaus auch strafbar!" Tödliche Gefahren gingen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie etwa stromführenden Teilen, aus, heißt es weiter.

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