Berlin-Gesundbrunnen

Mann rast in Fußgängergruppe - Touristin (29) gestorben

Zwei Tage nachdem ein Autofahrer in Gesundbrunnen in eine Gruppe gefahren war, ist eine schwerverletzte Frau aus Brasilien gestorben.

Die Ursache für den schweren Unfall in Gesundbrunnen ist noch unklar.

Die Ursache für den schweren Unfall in Gesundbrunnen ist noch unklar.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Eine 29 Jahre alte Berlin-Besucherin aus Brasilien hat den Unfall, bei dem ein Autofahrer am vergangenen Sonnabend in Gesundbrunnen in eine Fußgängergruppe raste, nicht überlebt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, erlag die Frau am Montagnachmittag in einem Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die Frau hatte lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten, als der 30 Jahre alte Autofahrer am frühen Sonnabendmorgen auf den Bürgersteig gerast war. Insgesamt wurden fünf Personen schwer verletzt. Laut Polizei sind die Ursachen für den Unfall an der Prinzenallee bislang noch völlig unklar. Die Ermittlungen dauern an, hieß es.

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsermittlungsdienstes der Direktion 3 war der 30-Jährige gegen 2.30 Uhr in der Nacht von Freitag zu Sonnabend mit seinem BMW auf der Osloer Straße in Richtung Bornholmer Straße unterwegs. Zeugen wollen gesehen haben, dass der Fahrer an der Kreuzung Prinzenallee eine rote Ampel missachtet hat. Auf der Kreuzung kam der BMW ins Schleudern und brach nach rechts aus und fuhr direkt in eine fünfköpfige Personengruppe auf dem Gehweg. Am Gartentor eines Biergartens kam der Unfallwagen zum Stehen.

Die Gruppe, drei Touristen aus Brasilien und zwei weitere in Berlin lebende Deutsch-Brasilianer, stand gerade an der Bordsteinkante und wollte bei Grün die Osloer Straße Richtung Wollankstraße überqueren. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten die schwer verletzten Personen in verschiedene Krankenhäuser. Eine Atemalkoholkontrolle ergab bei dem Fahrer einen Wert von null Promille. Laut Polizei gab es auch keine Hinweise darauf, dass der aus Lettland stammende Fahrer unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand.

Eine Blutanalyse wird nach Einschätzung einer Polizeisprecherin noch einige Zeit dauern. Nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung wurde der 30-Jährige nach der Vernehmung entlassen, sein Wagen zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt.

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