Schwerer Unfall

Radfahrerin unter Lkw eingeklemmt - Kran befreit sie

An der Bismarck-, Ecke Kaiser-Friedrich-Straße hat ein Laster eine Radfahrerin angefahren und schwer verletzt. Es kam zu langen Staus.

Der Laster hatte die Radfahrerin überrollt. Die schwer verletzte Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Laster hatte die Radfahrerin überrollt. Die schwer verletzte Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin. Bei einem Verkehrsunfall in Charlottenburg ist eine Radfahrerin am Freitagvormittag schwer verletzt worden. Die Frau wurde von einem Lkw erfasst und mehrere Meter mitgeschleift. Sie kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Gegen 10.20 Uhr wurde die Feuerwehr zu der Unfallstelle Bismarckstraße Ecke Kaiser-Friedrich-Straße alarmiert. Die Feuerwehrleute fanden die verunglückte Frau unter dem Lkw eingeklemmt vor. Die Rüstgruppe des Technischen Dienstes der Feuerwehr sowie ein Kranwagen waren an der Unfallstelle. Auch ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers konnte die Frau mithilfe eines Krans befreit werden. Nach einer medizinischen Versorgung durch einen Notarzt, wurde sie mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Zum Unfallhergang konnte die Polizei noch wenig mitteilen. Sicher ist, dass die 54-jährige Radfahrerin auf der Bismarckstraße in Richtung Ernst-Reuter-Platz unterwegs war. Laut Zeugen hielt sie an der Unfallkreuzung an, da ein Sonderfahrzeug mit Blaulicht auf der Kaiser-Friedrich-Straße in Richtung Luisenplatz unterwegs war. Als sich der Verkehr auf und an der Kreuzung wieder in Bewegung setzte, sei die Frau unter den Lkw geraten, hieß es bei der Polizei.

Vermutlich sei der Sattelschlepper von der Bismarkstraße nach rechts auf die Kaiser-Friedrich-Straße abgebogen und der Lkw-Fahrer habe die Radfahrerin übersehen. Gegenstand der Ermittlungen ist aber auch, ob der Lkw möglicherweise auf der Kaiser-Friedrich-Straße Richtung Stuttgarter Platz unterwegs war und die Frau erfasst hat. Der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 2 hat die Unfallbearbeitung übernommen.

Stele erinnert an verletzte und getötete Kinder

An der Kreuzung erinnert seit mehr als zwölf Jahren eine etwa drei Meter hohe Stele an Kinder, die bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt oder getötet wurden. Hintergrund: Auf der Kreuzung starb im März 2004 der neunjährige Dersu Scheffler durch einen rechts abbiegenden Lkw. In diesem Jahr kamen bereits elf Radfahrer auf Berlins Straßen ums Leben.

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