Sperrung aufgehoben

Leere Dose sorgte für Vollsperrung der Warschauer Brücke

S-Bahnen fuhren nicht, der Tram-, Bus- und U-Bahnverkehr war ebenfalls unterbrochen: Grund für die Aufregung: eine Dose.

Die Warschauer Brücke wurde gesperrt.

Die Warschauer Brücke wurde gesperrt.

Foto: BM

Berlin. Eine an einer Schnur von der Brücke hängende Dose hat am Montagnachmittag rund um die Warschauer Brücke ein Verkehrschaos ausgelöst. Da die Dose direkt über den Bahngleisen hing, wollte die S-Bahn GmbH einen gefährlichen Gegenstand, möglicherweise einen Munitionsfund, nicht ausschließen und traf entsprechende Vorsorgemaßnahmen: Die Polizei wurde alarmiert und der S-Bahnverkehr vorübergehend eingestellt. Auch der U-Bahn- und Straßenbahnverkehr war unterbrochen, zudem mussten zahlreiche Busse umgeleitet werden.

Da die Warschauer Brücke auch für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt wurde, kam es auf der Warschauer Straße im beginnenden Feierabendverkehr zu Staus, die bis weit nach Kreuzberg und Friedrichshain zurückreichten. Betroffen von den massiven Verkehrsbehinderungen waren dabei auch die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes, die angefordert wurden, um den gefährlich anmutenden Fund zu untersuchen.

Als die Beamten schließlich vor Ort eingetroffen waren und die Dose ausgiebig in Augenschein genommen hatten, konnten sie Entwarnung geben. Die Dose war leer und somit vollkommen harmlos. Der Alarm wegen des vermeintlich gefährlichen Gegenstandes wurde um 15 Uhr ausgelöst, um 16.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Bis der Verkehr sich wieder normalisiert hatte und vor allem Busse und Bahnen wieder planmäßig fuhren, verging Augenzeugen zufolge allerdings noch geraume Zeit. Ein am Einsatz beteiligter Beamter sprach zwar von immensen Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer aufgrund eines Gegenstandes, der sich als völlig harmlos entpuppt hatte. Er verwies allerdings auch darauf, dass in solchen Fällen die Sicherheit vorgehe. „Man stelle sich den umgekehrten Fall vor, es kommt zu einer Explosion, weil jemand etwas Verdächtiges bemerkt und nicht ernst nimmt“, sagte der Beamte.

Bei Polizei und S-Bahn ist man sich einig. Da habe sich wohl jemand ganz bewusst einen schlechten Scherz erlaubt, hieß es dort. Sollte der Auslöser identifiziert werden, dürfte der Vorfall für ihn äußerst teuer werden.