Charlottenburg

Razzia gegen illegales Glücksspiel in Berlin

150 Polizisten haben in der Nacht mehrere Clubs und Wohnungen durchsucht. Dabei lösten sie auch eine illegale Pokerrunde auf.

Polizeibeamte transportieren einen Spieltisch ab.

Polizeibeamte transportieren einen Spieltisch ab.

Foto: Thomas Peise

Eine illegale Pokerrunde im Hinterzimmer einer Bar an der Charlottenburger Leibnizstraße hat in der Nacht zu Sonnabend ein plötzliches Ende genommen. Gegen Mitternacht rückten Polizeibeamte, Staatsanwälte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu einer groß angelegten Razzia an. Nach dem Ende der Durchsuchung wurde das Lokal amtlich geschlossen und versiegelt. Die Pokerrunde hätte ohnehin nicht fortgesetzt werden können, neben weiterem sichergestellten Beweismaterial konfiszierten die Beamten auch den Spieltisch.

Die Durchsuchung war nur eine von vielen in mehreren Lokalen, Clubs und Privatwohnungen in Charlottenburg und Wilmersdorf. Zugrunde lagen der Maßnahme bereits seit Längerem laufende Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft wegen der „banden- und gewerbsmäßigen Veranstaltung unerlaubter Glücksspiele“. Mit zuvor erwirkten richterlichen Beschlüssen wurden zwischen 21 Uhr und 4 Uhr morgens neben der Bar und einem „bordellartigen Betrieb“ an der Leibnizstraße ein weiteres Lokal an der Schlüterstraße sowie fünf Wohnungen in Charlottenburg, Wilmersdorf, Wilhelmstadt und im brandenburgischen Schönfließ (Oberhavel) durchsucht, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen die Betreiber der Bar an der Leibnizstraße sowie vier Teilnehmern und zwei sogenannten Kartengebern der illegalen Pokerrunde. An den Maßnahmen waren 150 Polizeibeamte sowie ein Dutzend Staatsanwälte und Ordnungsamtsmitarbeiter beteiligt.

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