Ermittlungen

500.000 Zigaretten in Berlin und Brandenburg beschlagnahmt

Zigarettenschmuggler sollen illegale und unverzollte Zigaretten aus Polen und Russland nach Deutschland geschmuggelt haben.

Foto: GEZig

Berlin. Dem schwunghaften Handel von unversteuerten Zigaretten und Wasserpfeifentabak in einem Kreuzberger Geschäft haben am Dienstagmorgen etwa 200 Beamte ein Ende gesetzt. Von 6 Uhr an durchsuchten Beamte des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg und des Landeskriminalamtes Berlin zwölf Wohnungen der syrisch-libanesischen Bande wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Die Einsatzkräfte durchsuchten die Wohnungen und Lager der drei Haupttäter in Berlin und die von sieben weiteren Tatverdächtigen in Berlin, Müncheberg und Hennigsdorf. Der Einsatz wurde von Polizisten aus Brandenburg, der Bundespolizei sowie dem Hauptzollamt Potsdam unterstützt.

Die Beamten beschlagnahmten etwa 500.000 unversteuerte Zigaretten aus Polen und Russland, ungefähr 200 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak und 110.000 Euro, davon 18.000 US-Dollar. Zudem stellten sie zwei Fahrzeuge als Tatmittel sowie Mobilfunktelefone, Aufzeichnungen, Bestelllisten und mehrere Schreckschusswaffen sicher. Nach Angaben eines Sprechers der Zollfahndung beläuft sich der Steuerschaden auf etwa 300.000 Euro. Man gehe aber davon aus, dass nach Auswertung der Beweismittel die Höhe des Steuerschadens noch erheblich steigen werde. Ein bereits im Vorfeld erlassener Haftbefehl gegen einen 31-jährigen Hauptbeschuldigten wurde in Berlin vollstreckt, die weiteren Verdächtigen im Alter von 31 bis 59 Jahren wurden zu Vernehmungen gebracht.

Die Ermittlungen gegen die Schmugglerbande begannen im März 2018, als aufgrund einer anonymen Anzeige 120.000 Zigaretten und sechs Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt wurden.