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Berlin-Neukölln

Polizei fasst Verdächtigen nach Mord an Frau im Jahr 1987

Der Verdacht gegen den Mann ergab sich durch Auswertungen von Tatspuren und neuartige molekulargenetische Untersuchungsmethoden.

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Mehr als 30 Jahre nach einem Mord an einer Frau in Berlin haben Ermittler einen Tatverdächtigen gefasst. Zielfahnder verhafteten den 61-Jährigen am Donnerstag im Bezirk Neukölln, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Dem deutschen Staatsangehörigen wird demnach vorgeworfen, am 18. September 1987 eine 30-Jährige in der Innstraße getötet zu haben. Der Verdacht gegen den Mann ergab sich laut Behördenangaben durch Auswertungen von Tatspuren und neuartige molekulargenetische Untersuchungsmethoden. Die Ermittlungen seien bereits vor einiger Zeit wieder aufgenommen worden.

Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft hatte der Mann versucht, die damals 30 jahre alte Frau zu vergewaltigen und hatte sie anschließend ermordet. Die Staatsanwaltschaft spricht in diesem Fall von einem sogenannten Verdeckungsmord.

Zu den Umständen des damaligen Falles sowie zur Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer machten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag zunächst keine Angaben.

Die Deutsche Presse-Agentur berichtete im September 1987, eine 30-Jährige sei vom eigenen Sohn tot in ihrer Wohnung in der Innstraße gefunden worden. Der Sechsjährige sei gerade von der Schule zurückgekehrt. Laut Obduktionsbericht starb die Mutter zweier Kinder an einer Drosselung sowie Stichen in den Hals. Hinweise auf Motiv und Täter fehlten.