Einsatz

Razzia in Berliner Gaststätten und Wettbüros

Die Polizei hat bei Kontrollen zahlreiche Verstöße festgestellt, darunter illegales Glücksspiel. Auch Drogen wurden gefunden.

Ein Polizeiauto auf dem Weg zum Einsatz. (Archivbild)

Ein Polizeiauto auf dem Weg zum Einsatz. (Archivbild)

Foto: Christian Horz / Getty Images/iStockphoto

Berlin. In Berlin sind am Dienstag 28 Spielstätten kontrolliert worden. Zwischen elf und 17 Uhr wurden 16 Gaststätten, drei erlaubnisfreie Gaststätten (kein Alkoholausschank), fünf Wettbüros, drei Spielhallen und ein Imbiss überprüft.

Den Einsatz führten 35 Mitarbeiter der Polizei Berlin, der Steuerfahndungsstelle Berlin, der Vergnügungssteuerstelle und der Ordnungsämter Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Mitte, Neukölln, Pankow, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg sowie Treptow-Köpenick durch.

Verschiedene Verstöße festgestellt

Acht Geschäfte erhielten eine Strafanzeige, weil sie Glücksspiele ohne behördliche Erlaubnis veranstalteten. Außerdem wurden in sechs Betrieben nicht genehmigte Sportwettgeräte festgestellt.

In einem Wettbüro in Kreuzberg wurden zwei Geldspielgeräte beschlagnahmt, weil sie keine Bauartzulassung hatten.

Weiterhin wurden insgesamt 21 gewerberechtliche Verstöße festgestellt. Es wurden in zwei Gaststätten in Steglitz sechs Geldspielgeräte beschlagnahmt. Der Betreiber der Gaststätten hatte die Geräte seit über drei Jahren abgemeldet, aber trotzdem weiter zur Nutzung aufgestellt.

In einer Gaststätte in Marzahn-Hellersdorf versiegelte die Polizei ein verbotenes Fungame-Gerät, weil der Betreiber nicht erreicht werden konnte.

Insgesamt waren von den 28 geprüften Betrieben elf Geschäfte ohne Beanstandungen. In 17 Geschäften kam es zu Verstößen.

Razzia vor wenigen Tagen in Neukölln

Am Freitag, den 26, Oktober, führte das Ordnungsamt Neukölln mit insgesamt rund 90 Beamten von Polizei, Zoll und dem Landeskriminalamt einen Schwerpunkteinsatz in acht Lokalen rund um die Sonnenallee durch.

Eine Staatsanwältin der Neuköllner "Staatsanwaltschaft vor Ort" begleitete den Einsatz, weil die Mehrzahl der Betriebe in Bezug zu kriminellen arabischen Großfamilien stehen.

Insgesamt wurden 21 Ordnungswidrigkeiten im Geltungsbereich des Gewerberechts festgestellt. Die Bilanz des Einsatzes: drei Verstöße durch Schwarzarbeit, fünf Feststellungen zu Drogenhandel und Drogenbesitz, illegales Glücksspiel, illegaler Aufenthalt, eine beendete Profilierungsfahrt und eine aufgefundene Waffe.

Außerdem wurden sechs Geldspielgeräte beschlagnahmt. Es wurden zwei Öfen für die Zubereitung von Shishakohlen stillgelegt und der Verkauf der Shishapfeifen untersagt.

In einem der beiden Fälle musste ein Teil eines Lokals wegen einer lebensgefährlichen Konzentration von giftigem Kohlenmonoxid sofort evakuiert werden.

Mit einem richterlichemn Beschluss wurde ein weiteres Lokal durchsucht. Dabei wurden Drogen gefunden.

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