Polizeieinsatz

Tote Frau in Spandau: Mitbewohner soll sie erstochen haben

Am Morgen wurde die Polizei in die Wohnung gerufen. Die Frau konnte nicht mehr gerettet werden. Ein Mann wurde festgenommen.

Kriminaltechniker der Polizei gehen in ein Haus an der Altonaer Straße in Spandau.

Kriminaltechniker der Polizei gehen in ein Haus an der Altonaer Straße in Spandau.

Foto: dpa

Berlin. Nachdem am Donnerstagmorgen eine tote Frau in einer Wohnung von der Polizei und der Feuerwehr entdeckt worden war, ist ein Mann festgenommen worden. Die Wohnung befindet sich in der Altonaer Straße in Spandau.

Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag berichtet, sind die Hintergründe des Tötungsdelikts derzeit noch unklar. Der 52-jährige Tatverdächtige soll seine 62-jährige Mitbewohnerin erstochen haben. Ein weiterer Bewohner der Wohnung hatte kurz nach 6 Uhr die Polizei verständigt.

Ein Reanimationsversuch von Rettungskräften blieb erfolglos, die 62-jährige Frau starb noch am Tatort. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest.

Wie Nachbarn der Berliner Morgenpost sagten, soll die Tote eine Obdachlose gewesen sein. "Seit etwa zweieinhalb Jahren hat er Obdachlose bei sich aufgenommen" erzählte ein Anwohner. "Teilweise haben neben ihm bis zu vier andere Menschen in der Anderthalb-Zimmer-Wohnung gelebt." Das habe mehrfach für Ärger wegen des Lärms und der alkoholisierten Menschen gesorgt. Auch die Tote, die dagegen als ruhige Frau beschrieben wird, soll bereits mehrere Monate dort übernachtet haben.

Die Ermittlungen der Mordkommission und die Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen der Tat dauern an.

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