Heißes Pflaster

Steine auf Polizeiwagen in Rigaer Straße - Kritik am Senat

Die CDU-Opposition sieht einen Zusammenhang mit der Haltung von Teilen der rot-rot-grünen Koalition zu dem Kiez.

Berlin. Unbekannte haben in Berlin-Friedrichshain ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei mit Steinen beworfen. Beamte wurden bei der Attacke in der Nacht zu Sonntag nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sie waren demnach auf Streife, als ihr Wagen von Steinen an der Frontscheibe und auf dem Dach getroffen wurde. Zum Angriff an der Kreuzung Rigaer Straße Ecke Liebigstraße ermittelt der Staatsschutz. Zum Zeitpunkt des Geschehens befand sich laut Polizei niemand auf der Straße.

In der Rigaer Straße und Umgebung mit einstmals vielen besetzten Häusern greifen gewalttätige Linksautonome immer wieder Polizisten an, werfen mit Steinen und beschädigen Autos.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion und innenpolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, nannte die Attacke "widerwärtig und menschenverachtend". "Nur durch ein Wunder ist niemand verletzt worden. Wie lange wollen sich Senat und Koalition von linken Extremisten noch an der Nase herumführen lassen?", hieß es in einer Stellungnahme. "Es gibt keine klare Abgrenzung von Teilen des rot-rot-grünen Linksbündnisses von linker Gewalt." Daher sei es kein Wunder, dass diese im Schatten der Koalition "zügellos wütet".

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, bemerkte zu dem Vorfall: "Wer mitten in der Stadt einen Stein von einem Dach wirft, kann die genauen Folgen unmöglich einschätzen. Das können verantwortliche Politiker so lange versuchen kleinzureden, wie sie wollen. Letztlich aber riskieren diese Wahnsinnigen Menschenleben und dafür gibt es auch im Bereich Rigaer Straße keinerlei Legitimationsgrundlage."