Berlin-Mitte

Erst Messerstich, dann Prügelei am Alexanderplatz

Am Fernsehturm verletzte ein Mann einen anderen mit einem Messer. Kurz darauf musste die Polizei einige Meter weiter erneut eingreifen.

Zwei Männern werden Handfesseln angelegt

Zwei Männern werden Handfesseln angelegt

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Am Alexanderplatz in Mitte ist es erneut zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein 38 Jahre alter Mann am Sonnabend gegen 22 Uhr leicht mit einem Messer verletzt. Außerdem musste die Polizei bei einer Rangelei schlichten, bei der die Beamten Reizgas einsetzten.

Zu dem Messerangriff kam es laut Polizei, nachdem eine 42-Jährige und ihr 38-jähriger Begleiter auf einer Bank zwischen Fernsehturm und S-Bahnhof Alexanderplatz von zwei Männern zunächst verbal belästigt worden sein sollen. Als die Störer sich nicht abwimmeln ließen, soll der 38-Jährige, der auf der Bank saß, seinen Gürtel nach oben gehalten haben. Einer der Störer soll daraufhin mit einem Taschenmesser in Richtung des Oberkörpers des Mannes gestochen und ihn am Unterarm verletzt haben. Nach einem Fluchtversuch nahmen die alarmierten Polizisten den mutmaßlichen Angreifer vorläufig fest. Die Gemüter waren nach ersten Informationen aber offenbar so erhitzt, dass auch dem Verletzten vorübergehend Handfesseln angelegt werden mussten. Er wurde vor Ort von Rettungskräften behandelt. Den Transport in eine Klinik lehnte er laut Polizei ab. Bei dem festgenommenen mutmaßlichen Angreifer wurde ein Alkoholwert von rund 2,3 Promille festgestellt. Er sollte zum Erlass eines Haftbefehls am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Als die Polizisten noch dabei waren, den Sachverhalt zu klären, kam es einige Meter weiter zur nächsten Rangelei. Dabei sollen zunächst mehrere Frauen aufeinander losgegangen sein und sich an den Haaren gezogen haben. Kurz darauf mischten sich mehrere Männer ein. Um die Gruppen auseinanderzubringen, setzten die Beamten Reizgas ein. Warum es zu dem Streit kam, ist noch unklar.

Der Alexanderplatz ist mit rund 360.000 Menschen, die den Platz täglich passieren, der meistfrequentierteste Ort Berlins. Immer wieder kommt es hier auch zu Pöbeleien und körperlichen Auseinandersetzungen bis hin zu Schlägereien und Messerstechereien. Die Polizei führt den Alexanderplatz als einen von zurzeit acht kriminalitätsbelasteten Orten, an denen sie besondere Kompetenzen hat. Sie darf zum Beispiel anlasslose Kontrollen durchführen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.