Mercedes-Benz-Arena

Hitlergruß und Hetze am Rande des Helene-Fischer-Konzerts

Der Ordnungsdienst hatte zwei Männern beim Helene-Fischer-Konzert Hausverbot erteilt und die Polizei alarmiert.

Helene Fischer auf der Bühne

Helene Fischer auf der Bühne

Foto: Reto Klar

Berlin. Unschöne Szenen am Rande des Helene-Fischer-Konzerts am Freitagabend in der Mercedes-Benz-Arena: Gegen 20.45 Uhr musste der Ordnungsdienst einschreiten, weil sich zwei Männer (25 und 41 Jahre alt) danebenbenommen hatten. Beiden wurde Hausverbot erteilt.

Der Ordnungsdienst forderte die Polizei als Unterstützung an, um das Hausverbot durchzusetzen. Als die Beamten eintrafen, überzog sie der jüngere der Männer mit Beleidigungen. Der 41-Jährige soll später nach Polizeiangaben vor der Arena die Hacken zusammengeschlagen, den sogenannten Hitlergruß gezeigt und „Heil Hitler“ gerufen haben.

Die Polizei entließ die beiden Schlagerfans nach Feststellung ihrer Personalien in die Nacht, wobei der 41-Jährige den Beamten als Abschiedsgruß sein nacktes Gesäß entgegengestreckt haben soll.

Helene Fischer selbst hatte sich am Dienstagabend erstmals öffentlich politisch zum Thema Rechtsradikalismus geäußert und bei ihrem Konzert in Berlin an die Fans appelliert, ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt zu setzen. „Erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen: gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit“, sagte sie auf der Bühne der Mercedes-Benz-Arena, wie in einem Video zu sehen ist.

Im Frühjahr hatte Fischer wegen eines Infekts mehrere Shows in der Hauptstadt absagen müssen.

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