Vorfälle bei Parade

Von wegen Zug der Liebe: Messerangriff und Festnahmen

Sexuelle Belästigung, Messerangriff, Attacken gegen Rettungskräfte: Bei der Technoparade am Sonnabend gab es einige Vorfälle.

Berlin. Mehr als 10.000 Menschen sind am Sonnabend bei der Technoparade „Zug der Liebe“ vom Sowjetischen Ehrenmal in Treptow über Kreuzberg nach Friedrichshain gezogen. Laut Polizei wurden insgesamt 48 Strafermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung. Elf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.

Baugerüste bestiegen

Wie die Polizei mitteilte, sind während des Zuges einige Personen wiederholt auf verschiedene Baugerüste gestiegen und wurden von den Einsatzkräften dazu aufgefordert, diese herabzuklettern.

Sexuelle Belästigung

Ein 24 Jahre alter alkoholisierter Teilnehmer ist in der Andreasstraße festgenommen worden, nachdem er zuvor offenbar eine 20-Jährige sexuell belästigt hatte.

Rettungs- und Einsatzkräfte angegriffen

Im Bereich der Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee haben gegen 21 Uhr mehrere unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehende Veranstaltungsbesucher diverse Rettungs- und Einsatzkräfte angegriffen. Darüber hinaus gab es weitere sexuelle Belästigungen.

Pyrotechnik und Verletzung durch Messer

Bei der Abschlusskundgebung haben einzelne Teilnehmer Pyrotechnik gegen Wohnhäuser geschossen sowie Polizisten mit Flaschen beworfen. In der Frankfurter Allee Ecke Schulze-Boysen-Straße wurde ein 25-Jähriger um 22.30 Uhr von einem Unbekannten mit einem Messer am Oberschenkel verletzt. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Bilanz der Veranstaltung:

Insgesamt waren rund 400 Polizisten im Einsatz. Drei von ihnen wurden verletzt. Trotz einiger Zwischenfälle bezeichnete die Polizei ihren Einsatz bei dem Umzug als "überwiegend störungsfrei". Auch aus Sicht der Veranstalter verlief trotz kleiner Regenschauer am Samstag alles planmäßig und ohne besondere Vorkommnisse, wie Organisator Jens Schwan mitteilte.

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