Nach Verfolgungsjagd

Polizei fasst mutmaßlichen Geldautomatensprenger

Der Tatverdächtige floh mit über 180 km/h über Brandenburger Landstraßen. Nach einem Wildunfall konnte ihn ein Polizeihund stellen.

Der 55-Jährige soll für Geldautomatensprengungen in Brandenburg verantwortlich sein

Der 55-Jährige soll für Geldautomatensprengungen in Brandenburg verantwortlich sein

Foto: Horst Galuschka / imago/Horst Galuschka

Linde. Ein 55-Jähriger ist in der Nacht zu Donnerstag nach einer Verfolgungsjagd mit der Brandenburger Polizei bei Linde (Oberhavel) festgenommen worden. Der Mann steht im Verdacht, für Geldautomatensprengungen in Brandenburg verantwortlich zu sein, teilte die Polizei mit.

Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Oberhavel wollte den BMW in der Nähe der Ortschaft Linde kontrollieren. Mit zeitweise 180 km/h floh der Verdächtige über die Landstraßen im Löwenberger Land. Während der Flucht wurde aus dem Fahrzeug unter anderem eine Gasflasche geworfen. Auch ein Wildunfall des BMW mit einem Reh konnte das Fluchtfahrzeug nicht stoppen.

In Linde stoppte das Auto, die Insassen flüchteten. Ein Diensthund konnte die Fährte aufnehmen, den 55-Jährigen im Dickicht aufspüren und fixieren. Der Hund biss den Mann dabei in die Jacke und verletzte ihn leicht an der Schulter.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Eine Speichelprobe ergab, dass der 55-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Die Beamten fanden bei der Durchsuchung des Fahrzeugs Werkzeuge zur Durchführung von Geldautomatensprengungen. Die Fluchtstrecke wurde nach der Festnahme des Verdächtigen erneut abgefahren. Die aus dem BMW geworfenen Gegenstände konnten dabei sichergestellt werden. Das beim Wildunfall verletzte Reh musste mit einem Schuss aus der Dienstwaffe von den Qualen befreit werden.

Die Vernehmung des 55-Jährigen soll am Donnerstag fortgeführt werden. Die Ermittlungen in dem Fall hat das Landeskriminalamt des Landes Brandenburg übernommen.

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