Nachtleben

Disco "Traffic" am Alexanderplatz: Vorwürfe gegen Türsteher

Ein 16-Jähriger soll beim Verlassen des Clubs mit Türstehern aneinandergeraten sein. Es ist nicht der erste Vorfall in dieser Disko.

Alexanderplatz (Symbolbild)

Alexanderplatz (Symbolbild)

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Nach dem Bericht über eine Auseinandersetzung zwischen einem Gast und zwei Sicherheitsmitarbeitern einer Diskothek am Alexanderplatz hat sich die Mutter eines weiteren Betroffenen bei der Berliner Morgenpost gemeldet. Ihr 16-jähriger Sohn war ebenfalls in der Diskothek „Traffic“ am Alexanderplatz beim Verlassen des Clubs mit Türstehern aneinandergeraten.

Bei diesem Vorfall, der sich bereits im Januar ereignete, habe der 16-Jährige durch Tritte und Schläge ärztlich dokumentierte Hämatome an Armen und der Stirn davongetragen. Grund für die Auseinandersetzung soll eine Rangelei beim Verlassen des Clubs gewesen sein, die durch mehrere Türsteher beendet wurde. Der 16-Jährige habe noch am selben Abend Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Sie liegt der Morgenpost vor. Auch gegen den 16-Jährigen wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Das Verfahren wurde inzwischen allerdings eingestellt. „Mein Sohn beschäftigt der Vorfall noch heute“, sagte die Frau.

Am vergangenen Wochenende hatte es wie berichtet in der Diskothek einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Grund war auch hier eine Auseinandersetzung zwischen einem Gast und zwei Sicherheitsmitarbeitern. Diese war so heftig, dass die Polizei mit der 23. Einsatzhundertschaft anrücken musste, um die Situation zu beruhigen. Der 30 Jahre alte Gast wurde mit mehreren Knochenbrüchen in ein Krankenhaus eingeliefert und erhob schwere Vorwürfe gegen das Sicherheitspersonal. Ein Sprecher der Diskothek wies die Vorwürfe auf Nachfrage zurück und sagte, dass das Sicherheitspersonal sich sehr professionell verhalten habe. Laut Polizei erstattete auch an diesem Abend „jeder Anzeigen gegen jeden“.

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