Gesundbrunnen

103-Jährige vertreibt Trickdiebe mit Gehstock

Zwei Frauen hatten die Dame in ihre Wohnung in Gesundbrunnen gedrängt. Die 103-Jährige setzte sich mit ihrem Gehstock zur Wehr.

Die Seniorin blieb bei dem versuchten Trickdiebstahl unverletzt

Die Seniorin blieb bei dem versuchten Trickdiebstahl unverletzt

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

Berlin. Eine 103 Jahre alte Dame hat am Donnerstagnachmittag zwei Trickdiebe mit ihrem Gehstock aus ihrer Wohnung an der Jülicher Straße in Gesundbrunnen vertrieben. Wie die Polizei mitteilte, hatten die beiden Unbekannten gegen 15.30 Uhr an der Wohnungtür der Frau geklingelt.

Nach Aussagen der Frau wurde sie nach dem Öffnen der Tür von zwei Frauen in die Wohnung gedrängt. Anschließend sollte sie in der Küche einen Zettel beschreiben, was sie jedoch ablehnte. Als ihr eine der Frauen zu nahe kam, setzte sie sich mit ihrem Gehstock zur Wehr und trieb das Duo ohne Beute aus der Wohnung.

Ein ihr unbekannter Mann, der zuvor im Treppenhaus gewartet hatte, flüchtete ebenfalls aus dem Haus. Die Seniorin blieb unverletzt. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Mit dem sogenannten Zetteltrick versuchen Betrüger ihre Opfer - häufig ältere Menschen - abzulenken. Mal geben sie vor, eine Nachricht für den Nachbarn hinterlassen zu wollen, dann geht es um eine angebliche Unterschriftenliste. „Letztlich geht es immer darum, die Konzentration der Menschen auf etwas anderes zu lenken, damit der Mittäter in die Wohnung huschen kann, um Wertsachen zu erbeuten“, erklärte eine Polizeisprecherin.

In diesem Zusammenhang rät die Berliner Polizei:

  • Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Bewahren Sie in der Wohnung keine größeren Geldbeträge oder Wertgegenstände auf!

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