Sperrkreis eingerichtet

Nach Drohanruf an Schule in Wittenau gibt Polizei Entwarnung

An der Schule ging laut Polizei ein Drohanruf ein. Schüler wurden in Sicherheit gebracht. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Einsatzkräfte unweit der Schule in Wittenau

Einsatzkräfte unweit der Schule in Wittenau

Foto: Paul Zinken/dpa

Am Freitag war die Berliner Polizei mit mehreren Einsatzkräften an der Schule am Park am Eichborndamm in Wittenau im Einsatz. Dort war am Freitagmorgen um 7.30 Uhr ein Drohanruf eingegangen. Die Polizei bestätigte inzwischen, dass der Anrufer mit einer Bombe gedroht habe. Die Polizei sperrte zunächst den Bereich um die Schule. Später richtete sie einen Sperrkreis von 300 Metern ein. In diesem Bereich mussten auch Anwohner ihre Häuser verlassen. Die Sperrungen sorgten für ein Verkehrschaos, das sich nicht nur über Wittenau, sondern auch Teile von Waidmannslust und Tegel bis zur Autobahn A 110 erstreckte.

Im Schulgebäude setzte die Polizei auch Sprengstoffspürhunde ein. Polizisten gingen mit vier Hunden durch die Gebäude und über das Gelände, das allerdings sehr weitläufig ist. Daher zog sich diese Absuche über Stunden hin. Erst am Nachmittag gegen 14.50 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben und alle Sperrungen aufheben. Es ist nichts gefunden worden, die Polizei zieht bereits wieder vom Einsatzort ab. Parallel laufen die Ermittlungen zum Anrufer. Es sei eine Strafanzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens gefertigt worden.

Im Umfeld der Schule in Wittenau kam es auch zu Behinderungen im Straßenverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr. „Heute morgen um 7.30 Uhr ging ein Anruf im Sekretariat ein. Der war so bedrohlich, dass wir dafür gesorgt haben, dass die Schüler nicht das Schulhaus betreten", sagte Martina Fritze, Konrektorin der Schule am Park, der Berliner Morgenpost. Dann habe man die Polizei informiert und jene Kinder, die von Eltern gebracht wurden, gemeinsam mit diesen wieder nach Hause geschickt.

Andere Kinder, die sich bereits auf dem Gelände befanden, wurden in den gegenüber der Schule liegenden Göschenpark gebracht. Von dort wurden sie mit Polizeifahrzeugen in die Richard-Keller-Schule an der Olafstraße 32 in Wittenau gefahren. Die Schüler wurden dort anschließend betreut. Auch die neben der Schule befindliche Kita wurde den Polizeiangaben zufolge evakuiert. Kitakinder und Personal seien in die Kita am Rotbuchenweg 18 gebracht worden.

"Wir haben ein tolles, zuverlässiges Kollegium und sind stolz, wie alles geklappt hat", so Konrektorin Fritze weiter. Am heutigen Tag sei eigentlich ein Schulfest geplant gewesen. Einige Kinder seien daher nun traurig darüber gewesen, dass das Fest ausfiel. Andere Kinder wiederum freuten sich darüber, mit einem Polizeifahrzeug mitfahren zu dürfen.

Betroffen von Einschränkungen waren laut BVG die Buslinien X33, 124 und 221. Der zwischenzeitlich vorsorglich gesperrte U-Bahnhof Wittenau wurde am Nachmittag wieder freigegeben. Die Absuche des Geländes mit Spürhunden dauerte unterdessen an. Die Schule am Park in Wittenau ist eine Förderschule, auf der Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen unterrichtet werden.