Rassistischer Übergriff

Mann aus Barbados in S-Bahn bespuckt und beleidigt

Der Barbadier war mit seiner Frau in der S-Bahn Richtung Lichtenberg unterwegs, als ihn ein Mann rassistisch beleidigte und bespuckte.

S-Bahnen am Bahnhof Ostkreuz

S-Bahnen am Bahnhof Ostkreuz

Foto: Jörg Carstensen / DPA

Berlin. In der Berliner S-Bahn hat es am Sonnabendmorgen einen rassistischen Übergriff auf einen Mann aus Barbados gegeben. Dieser war gegen 7.15 Uhr mit seiner Frau zwischen den Bahnhöfen Ostkreuz und Lichtenberg unterwegs, als er von einem 30 Jahre alten Hellersdorfer aufgrund seiner Hautfarbe plötzlich angepöbelt und beleidigt wurde.

Nachdem der Angreifer den Barbadier auch noch bespuckt hatte, kam es zur Schlägerei zwischen den Männern. Die 28 Jahre alte Ehefrau des Barbadiers versuchte die Männer zu trennen und ging dabei zu Boden.

Am Bahnhof Lichtenberg verließen alle Beteiligten die Bahn. Sicherheitsmitarbeitern der DB AG gelang es, den 30-jährigen Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei vor Ort festzuhalten. Bei der Anzeigenaufnahme beleidigte der bereits polizeibekannte Hellersdorfer darüber hinaus auch noch einen 50-jährigen Sicherheitsmitarbeiter fremdenfeindlich.

Bei der Festnahme und anschließenden Durchsuchung des 30-Jährigen fanden die Bundespolizisten diverse Tütchen mit weißem Pulver und Bargeld in Höhe von über 300 Euro.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den alkoholisierten (3,05 Promille Atemalkoholkonzentration) und unter Drogen stehenden Mann ein.

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