Angriff im U-Bahnhof

43-Jähriger prallt nach Faustschlag mit dem Kopf gegen Stufe

Im U-Bahnhof Lichtenberg hat ein Unbekannter einen 43-Jährigen angegriffen. Der Mann stürzte und verlor das Bewusstsein.

Ermittler am Tatort im U-Bahnhof Lichtenberg

Ermittler am Tatort im U-Bahnhof Lichtenberg

Foto: Thomas Peise

Berlin. Am U-Bahnhof Lichtenberg hat am Mittwochabend eine Rangelei ein bitteres Ende genommen: Ein 43-Jähriger prallte mit dem Kopf auf eine Treppenstufe am Bahngleis, nachdem ihm ein Unbekannter mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte. Dabei erlitt der Mann eine schwere Kopfplatzwunde und verlor das Bewusstsein. Zeugen riefen Rettungskräfte, die den Verletzten mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus brachten. Der Angreifer konnte unerkannt fliehen. Laut Polizei gab es auch am Donnerstagnachmittag keine Hinweise zum Täter. Die Kriminalpolizei sicherte noch am Mittwochabend am Tatort Spuren, das Bahngleis war zwischenzeitlich abgesperrt.

Nach derzeitigen Ermittlungen sei der Mann nicht die Treppe hinuntergestoßen worden – somit kann ein Verbrechen, wie es im Oktober 2016 der U-Bahn-Treter vom Hermannplatz begangen hat, ausgeschlossen werden. Laut Zeugenaussagen waren die beiden Männer bereits am U-Bahnhof Frankfurter Allee aneinandergeraten. Demnach habe der stark betrunkene 43-Jährige am Bahngleis ziellos herumgepöbelt. Der spätere Angreifer habe ihn zunächst aufgefordert, dies zu unterlassen. Daraufhin habe sich eine Rangelei entwickelt, die sich in einem U-Bahnzug der Linie U5 fortsetzte.

Dort soll der Unbekannte den 43-Jährigen mit flacher Hand ins Gesicht geschlagen haben. Am U-Bahnhof Lichtenberg hätten beide den Zug verlassen. Möglicherweise können Aufnahmen von Überwachungskameras zur Identifizierung des Täters beitragen.

Diese halfen schon mehrfach, Gewaltverbrechen in U-Bahnhöfen aufzuklären. Wie im Falle eines Mannes, der am 11. Juni 2017 am U-Bahnhof Alexanderplatz einen Passanten von hinten eine Treppe hinunterstieß. Der 38-Jährige stürzte insgesamt 14 Stufen herunter, stieß dabei mehrfach gegen ein Eisengeländer, erlitt eine schwere Kopfverletzung und zahlreiche Prellungen. Die Polizei konnte konnte den Täter schon zwei Tage später festnehmen.

Nach einer bundesweiten Fahndung mit Videomaterial aus einer Überwachungskamera konnte auch der 28-jährige Svetoslav S. im Dezember 2016 auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin gefasst und verhaftet werden. Der Mann hatte am 27. Oktober 2016 in Neukölln eine Studentin unvermittelt die U-Bahn-Treppen heruntergestoßen, woraufhin die junge Frau schwere Verletzungen erlitten hatte. Ein Gericht verurteilte den Täter schließlich zu drei Jahren Haft.

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