Prenzlauer Berg

Mordfall Maria M.: Verdächtiger war bereits polizeibekannt

Der im Fall der getöteten Rentnerin festgenommene Verdächtige war wegen Sexualstraftaten zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Blaulicht

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Foto: dpa

Nach dem gewaltsamen Tod einer 84 Jahre alten Frau in Prenzlauer Berg verdichten sich die Hinweise gegen den Tatverdächtigen Bernhard N. (23). Zuerst hatte die "Märkische Allgemeine" darüber berichtet.

Zielfahnder der Berliner Polizei hatten den Tatverdächtigen Kameruner vor einer Woche in Brandenburg an der Havel festgenommen. Maria M. war am 3. Mai von ihrem Sohn tot in ihrer Wohnung an der Wichertstraße gefunden worden. In dem Fall ermittelt die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes.

Die Rentnerin war nach derzeitigen Erkenntnissen in ihrer Wohnung mit ihrem Trolley, den sie für Einkäufe nutzte, erschlagen worden. Dringend tatverdächtig: Bernhard N., der seit einer Woche in Untersuchungshaft sitzt. Laut Staatsanwaltschaft Berlin ist die Motivlage allerdings noch unklar. Maria M. soll den Tatverdächtigen selber in ihre Wohnung gelassen haben. Nachbarn konnten den Kameruner auf Fotos identifizieren.

Wie B.Z. und "Bild" schreiben, soll es sich bei Bernhard N. um einen abgelehnten Asylbewerber handeln. Als der Asylantrag von Bernhard N. in Belgien abgelehnt worden war, soll er nach Deutschland eingereist sein.

Bernhard N. soll wegen zahlreicher Vergehen, darunter Körperverletzungen, aktenkundig sein. N. hatte am 11. Januar 2017 drei Frauen belästigt. Das Urteil: 15 Monate. Erst wenige Tage vor der Tat in Prenzlauer Berg war N. auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Brandenburg/Havel wollte das nicht kommentieren. Die zuständige Pressesprecherin sei erst am Montag wieder erreichbar, hieß es gegenüber der Berliner Morgenpost.

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