Deutsche Bahn

Mehrere Angriffe in S-Bahn, Bahnhof und ICE

Ein Schwarzfahrer hat Montagmorgen eine Zugbegleiterin im ICE angegriffen. Schon am Wochenende gab es tätliche Angriffe.

Berlin. Am Montagmorgen griff ein 18-jähriger "Schwarzfahrer" die Zugbegleiterin eines ICE von Hamburg nach Berlin an. Wie die Bundespolizei mitteilte kontrollierte die 50-jährige Zugbegleiterin des ICE 1507 gegen 8:30 Uhr die Fahrkarten, als sie kurz vor der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof Berlin-Südkreuz auf einen 18-Jährigen "Schwarzfahrer" stieß. Der junge Mann konnte keinen Fahrausweis vorweisen und gab zudem an, kein Geld zu haben und wohnungslos zu sein.

Als die Zugbegleiterin seine Personalien erheben wollte, stieß der 18-Jährige sie unvermittelt von sich. Die Frau stürzte dadurch gegen die Innenverkleidung des Zuges und verletzte sich an der Schulter. Zwei ebenfalls im Zug anwesende Polizeibeamte beobachteten den Vorfall, griffen sofort ein und nahmen den aufgebrachten 18-Jährigen fest. Am Bahnhof Südkreuz übergaben sie ihn an alarmierte Bundespolizisten.

Der Heranwachsende gab an, sich in einer psychischen Ausnahmesituation zu befinden und ohne entsprechende Medikamente erneut straffällig zu werden. Ein Arzt wies den 18-Jährigen nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen in ein Krankenhaus ein.

Betrunkene pöbeln und greifen Bahnmitarbeiter und Reisende an

Zu einem weiteren gewaltsamen Vorfall kam es Sonntagabend ebenfalls am Bahnhof Südkreuz. Dort beleidigte ein Mann gegen 22 Uhr einen 34 Jahre alten Bahnmitarbeiter und versetzte ihm einen Kopfstoß. Zuvor sprach der Verletzte zusammen mit einem Kollegen den pöbelnden Mann auf dem Vorplatz des Bahnhofs Südkreuz an. Daraufhin griff der 33-Jährige den Bahnmitarbeiter an. Die beiden Sicherheitskräfte konnten den Angreifer danach zu Boden bringen und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Der bereits polizeibekannte Mann wieß einen Atemalkoholwert von 2,58 Promille auf, teilte die Bundespolizei mit.

Schon am Sonnabendnachmittag pöbelte ein 27-Jähriger in der S-Bahnlinie S5 zunächst Reisende an und sprühte dann mit Pfefferspray um sich. Zwei Zeugen versuchten den Angreifer zu beruhigen. Der Mann aus Pankow ließ sich laut Bundespolizei jedoch nicht besänftigen und sprühte kurzerhand mit seinem Pfefferspray im S-Bahn Waggon herum.

Ein Zeuge zog daraufhin die Notbremse am S-Bahnhof Nöldnerplatz. Als der 27-Jährige die Flucht ergreifen wollte, hielten ihn die beiden Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Bei der Durchsuchung des jungen Mannes fanden Beamte der Polizei Berlin neben dem Pfefferspray auch noch einen Nothammer. Zudem wieß der polizeibekannte Mann einen Atemalkoholwert von 1,48 Promille auf.

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