Friedrichshain

Zwölf Schafe am Spieß: Einsatz gegen Grillfans im Volkspark

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Im Volkspark Friedrichshain musste die Polizei eine Grillfeier beenden

Im Volkspark Friedrichshain musste die Polizei eine Grillfeier beenden

Foto: Polizei Berlin/Twitter

Polizeieinsatz im Volkspark Friedrichshain: Über glühender Kohle drehten sich zwölf Schafe an Spießen. 150 Menschen feierten.

Einen eher ungewöhnlichen Einsatzbefehl haben Beamte des Abschnitts 51 in Friedrichshain am Sonntag aus der Notrufzentrale erhalten. „Sie fahren bitte in den Volkspark Friedrichshain. Da laden wohl mehrere Personen Schafe - im Ganzen und ohne Haut – aus dem Auto“, lautete gegen 13.30 Uhr die Ansage des Kollegen, wie die Polizei am Montag via Kurznachrichtendienst Twitter und Facebook mitteilte.

Die Beamten machten sich auf den Weg und fanden auf der Grillwiese am kleinen Bunkerberg eine Grillgesellschaft von etwa 150 Menschen. An mehreren Spießen drehten sich nach Polizeiangaben zwölf Schafe. Die Spieße wurden von einer Autobatterie angetrieben. Mehrere Kinder tanzten und spielten neben den Feuerstellen. Die glühende Kohle brannte in zuvor gebuddelten Erdlöchern auf dem trockenen Rasen.

Die Polizisten stellten die Grillfreunde zur Rede, bekamen aber nur Ausflüchte zu hören. Wegen der Brandgefahr wurde die Feuerwehr alarmiert, die mit einem Löschfahrzeug anrückte und sich um die Feuerstellen auf dem trockenen Rasen kümmerte. Die Griller zeigten sich schließlich kooperativ und halfen beim Abbau der Spieße.

Das nicht verzehrte Fleisch, das von einem Händler in Wedding stammen soll, wurde wieder ins Auto geladen. Die Polizei nahm die Personalien der Verantwortlichen auf. Viele der festgestellten Menschen haben die kroatische, bosnisch-herzegowinisch und deutsche Staatsbürgerschaft.

Legales Grillen in der Stadt - eine Übersicht

„Beim Grillen, natürlich nur auf den dafür ausgewiesenen Flächen, auch an Andere denken und bitte keine glühende Kohle auf den Boden! Dann wird es auch nicht so teuer, wenn der Bescheid vom Grünflächenamt kommt“, schrieb die Polizei auf Facebook.

Wie teuer die es wird, ist davon abhängig, wie sehr der Rasen beschädigt wurde. Je nach Verstoß bewegt sich die Strafe zwischen 20 und 5000 Euro. In öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen ist Grillen nach dem Grünanlagengesetz zum Schutz der Anlagen sowie zur Vermeidung von Störungen und Beschädigungen grundsätzlich verboten.

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( tok/ad )