Berlin-Tiergarten

Auto landet nach Flucht vor der Polizei im Landwehrkanal

Weil er sich nicht von der Polizei kontrollieren lassen wollte, ist ein Audi-Fahrer davon gerast - und in den Landwehrkanal gestürzt.

Die Flucht vor der Polizei ist in der Nacht zu Dienstag einer Gruppe Jugendlicher in Tiergarten zum Verhängnis geworden. Der 21 Jahre alte mutmaßliche Fahrer landete mit seinem Auto im Landwehrkanal. Verletzt wurde niemand. Warum der Fahrer flüchtete, ist noch unklar. Das Auto war nicht gestohlen. Ermittler gehen auch der Frage nach, ob der 21-Jährige tatsächlich den Audi steuerte – oder ob möglicherweise einer der minderjährigen Insassen den Wagen lenkte.

Was war passiert? Polizisten fiel kurz vor Mitternacht ein Audi auf, der an den Kreuzungen Schill- und Kurfürstenstraße und Kurfürsten- und Landgrafenstraße zwei rote Ampeln überfuhr. Die Beamten wollten den Wagen daraufhin stoppen. Doch der Fahrer ignorierte die Aufforderung und raste stattdessen davon. An der Kreuzung Keithstraße und Ecke Lützowufer kam der Audi beim Linksabbiegen nach rechts von der Straße ab, durchbrach einen Zaun und landete im Wasser.

Alle drei Insassen retteten sich laut Polizei selbst an das Ufer und wurden leicht verletzt. Der mutmaßliche Fahrer im Alter von 21 Jahren und ein 17-jähriger Mitfahrer wurden vor Ort von Rettungskräften behandelt, während der dritte 16-jährige Insasse zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Audi wurde durch die Berliner Feuerwehr mit einem Kran aus dem Landwehrkanal gehoben. Aufgrund der Bergungsarbeiten mussten die Budapester Straße, Kurfürstenstraße, Stülerstraße und Hofjägerallee für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden. Das Auto wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens beschlagnahmt.

Auf den Fahrer kommen Kosten für den Bergungseinsatz zu

Noch ist unklar, warum der mutmaßliche Fahrer flüchtete. Das Auto ist nach ersten Erkenntnissen nicht gestohlen, sondern gehört einem Familienmitglied des deutsch-libanesischen Fahrers. Ein illegales Autorennen war offenbar auch nicht der Grund für die Flucht. Untersucht wird nun auch, ob einer der minderjährigen Beifahrer möglicherweise das Auto gefahren haben könnte. Einzelheiten zu den Fahrern sind bislang nicht bekannt.

Laut Einsatzkräften kann man von Glück reden, dass nichts Schlimmeres passiert ist und zum Zeitpunkt des Unfalls keine Fußgänger unterwegs waren oder die Insassen nicht schlimmer verletzt wurden. Neben den Ermittlungen wegen Fahrerflucht und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr muss der Halter des Fahrzeug mit einer höheren Rechnung für die Bergung des Fahrzeuges rechnen.

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