Wohnprojekt in Spandau

Video zeigt Explosion bei Brand auf Pepitahöfe-Baustelle

Auf der Baustelle des Wohnprojekts Pepitahöfe in Hakenfelde hat am Montag ein Dach gebrannt. Die Feuerwehr war mit 120 Kräften vor Ort.

Augenzeuge filmt Explosionen bei Brand in Spandau

Augenzeuge filmt Explosionen bei Brand in Spandau

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Berlin. Auf einer Baustelle in Hakenfelde ist am Montagnachmittag eine 400 Quadratmeter große Dachkonstruktion des Wohnbauprojekts Pepitahöfe in Brand geraten. Dabei wurden vier Bauarbeiter leicht verletzt. Einer zog sich leichte Brandverletzungen an der Hand zu, die anderen drei wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr der Berliner Morgenpost. Da das Haus noch nicht fertig sei, gebe es auch keine Bewohner.

Auslöser für das Feuer seien Styroporplatten gewesen, die in Brand geraten seien, sagte der Sprecher. Die Ursache dafür war zunächst noch unklar. Der Brand erzeugte eine extrem starke Rauchwolke. Auf Video des Brands ist zudem zu sehen, wie es zu Explosionen kommt. Offenbar handelt es sich dabei um Propangasflaschen, mit denen die Bauarbeiter gearbeitet hatten.

Das Feuer war bis zum Nachmittag bis auf einzelne Glutnester unter Kontrolle, mehrere Gasflaschen mussten aber noch gekühlt werden, um eine Explosion zu verhindern, wie der Feuerwehrsprecher sagte.

Pepitahöfe von Brand betroffen

Die Feuerwehr war mit insgesamt 120 Einsatzkräften vor Ort, um das Feuer an der Mertensstraße Ecke Goltzstraße unter Kontrolle zu bringen. Zudem forderte sie Anwohner über Twitter auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszuschalten. Gegen 20:30 Uhr übergab die Feuerwehr die gelöschte Baustelle dem Bauherrn.

Die Pepitahöfe sind das derzeit größte Wohnbauprjekt Berlin. Im Auftrag der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Degewo und WBM entstehen dort derzeit 1024 neue Wohnungen. Die WBM teilte am Montagabend auf Twitter mit, dass vom Brand Block 4 des Projekts betroffen gewesen sein soll. Der geplante Erstbezug der Blöcke 1, 7 und 8 ab Juni sei dadurch jedoch nicht gefährdet. Die Wohnungen in Block 4 sollten ursprünglich laut einer im Internet einsehbaren Brochüre der Projektentwickler voraussichtlich im September 2018 bezugsbereit sein.

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